Selbstgespräche beim Laufen

Positive Selbstgespräche führen zu besseren Leistungen.
Positive Selbstgespräche führen zu besseren Leistungen. - © AP
Als Langstreckenläufer hat man viel Zeit um nachzudenken. Viele Läufer sabotieren sich jedoch leider unterbewusst selbst durch zu viele negative Gedanken, während des und rund um das Laufen. Im Gegensatz dazu können positive Gedanken und Selbstgespräche, einen entscheidenden Vorteil bringen und zu einem erfüllteren und glücklicheren Laufen beitragen. Wie Sie lernen können zu einem besseren und leistungssteigernden inneren Dialog zu gelangen soll in diesem Artikel dargelegt werden.

In einem ersten Schritt sollte man sich seiner Gedankengänge während und betreffend, des Laufens, bewusst werden. Schreiben Sie daher diese Gedanken in ihrem Trainingstagebuch auf. So lassen sich negative Selbstgespräche ganz einfach erkennen. Haben Sie solch Negatives wie „ich bin so langsam“, „am liebsten würde ich stehenbleiben“, „es ist noch so weit bis ins Ziel“, oder „alle anderen sind viel besser als ich“ identifiziert, sagen Sie sich das nächste Mal, wenn solche Gedanken auftauchen bewusst „Stopp!“, oder „nicht jetzt!“. Sie können das im Geiste tun, sich ein Stoppschild vorstellen, oder gar laut vor sich hinsagen. Formen Sie dann den negativen Gedanken bewusst in einen positiven. Zum Beispiel statt: „es ist noch so weit bis ins Ziel“ könnten Sie denken: „Ich schaffe es bis ins Ziel, denn dort wartet meine Familie auf mich“. Eine gute Strategie ist auch im Geiste mit „trotzdem“ zu antworten. Beispielsweise: „Ich fühle mich heute so müde und trotzdem genieße ich die Zeit in der Natur und das Gefühl etwas geleistet zu haben!“

marathon-blog J. Riedmann und Dr. T. Summer ©

Positive Selbstgespräche beim Laufen

Es hat sich gezeigt, dass Sportler, die, während des Wettkampfes, positive Selbstgespräche führen, deutlich bessere Leistungen bringen können. Sehr wichtig ist es jedoch an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass Sie sich nicht selbst belügen können. Wenn Sie für einen Marathon in 4 Stunden trainiert haben, werden Sie diesen, auch durch motivierende Selbstgespräche, nicht in 3h bewältigen. Wenn Sie sich das versuchen einzureden, werden Sie leider mit einem gegenteiligen Effekt rechnen müssen und irgendwann die Motivation verlieren. Seien Sie also ehrlich zu sich selbst und Sie werden Ihr volles Potential abrufen können.

Aber nicht nur während, sondern auch nach dem Laufen sollten Sie diese Strategie anwenden. Haben Sie ein gutes Training absolviert, nutzen Sie positive Selbstgespräche, um die Zufriedenheit noch zu verstärken. Genauso können Sie nach einem Lauf, bei dem es Ihnen nicht so gut gegangen ist, durch gezielte Gedanken dazu beitragen schnell darüber hinweg zu kommen.

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Mantras

Das Wort Mantra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Schutz des Geistes“, oder „Instrument des Geistes“. In vielen Religionen werden einfache Gebetsformeln als Mantras verwendet und diese während der Meditation fortwährend rezitiert. Dadurch gelingt eine bessere Konzentration und Fokussierung auf die Tätigkeit. Auch im Sport hat sich gezeigt, dass Mantras die Leistung verbessern können. Dafür sollten diese kurz, anschaulich und positiv formuliert sein. Beispiele sind: „es rollt!“, „ich schaffe das!“, „Der Schmerz geht, der Stolz bleibt!“… Von Vorteil ist es auch, für verschiedene Situationen, unterschiedliche Mantras zu haben. Während eines Marathons sollten Sie andere Strategien haben, als während eines Sprinttrainings, oder wenn Sie sich gut oder schlecht fühlen.

Positive Gedanken

Um persönliche Mantras zu kreieren, werfen Sie einen Blick in Ihre Trainingsaufzeichnungen. Mit den positiven Gedanken während des Trainings, welche Sie dort notiert haben, können Sie sich dann Ihre eigenen „Instrumente des Geistes“ entwerfen. Fortwährend geübt und rezitiert, werden Ihnen diese sicher zu einem noch erfüllteren Laufen verhelfen und auch über so manche schwere Zeit hinweg helfen.

Ihr Lieblings-Mantra

Als Inspiration für die anderen Leser würden wir Sie gerne bitten Ihr liebstes Mantra, als Kommentar, mit uns zu teilen. Natürlich sind auch sonstige Kommentare und Fragen herzlichst willkommen.

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