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Sehnsucht nach der Herausforderung

Zurück zur alten Stärke, für Andreas Lukse wird das Jahr 2018 sportlich das wichtigste in seiner Karriere.

Dick eingehüllt auf der Tribüne der Cashpoint Arena sitzend, statt unter dem österreichischen Adler im Ernst-Happel-Stadion agierend, so ging für Andreas Lukse ein einschneidendes Jahr zu Ende. „Ein Seuchenjahr“, wie er es selbst einmal in einem Anflug von Ironie bezeichnete. All das will der inzwischen 30-jährige Torhüter des Cashpoint SCR Altach hinter sich lassen. Ein Ende der Quälerei ist in Sicht. Pünktlich am 4. Jänner will der Keeper wieder an seinem Arbeitsplatz den Mann stellen, nämlich auf dem Fußballfeld. Dafür tankte er in der kurzen Urlaubszeit auch Wärme in Dubai. Dabei schien für den gebürtigen Wiener lange Zeit die Sonne in Altach. Dank seiner Leistungen nämlich stieg er zum Teamspieler auf und debütierte Ende 2016 im Heimspiel gegen die Slowakei (0:0). Dann aber begann sein Leidensweg: Anfang des Jahres 2017 plagte ihn eine Krankheit, danach verhinderte eine Hüftverletzung einen weiteren Teameinsatz. Magenprobleme, Muskelverhärtung und dann im Mai die niederschmetternde Diagnose: zwei gerissene Sehnen in der linken Schulter, genauer gesagt die Bizepssehne und die Supraspinatussehne. „Die ist die wichtigste in der Schulter, weil sie alles zusammenhält. Beide waren zerfetzt und zerfranst“, blickt Lukse zurück.

Verein gab Rückhalt
Es war eine harte Zeit, sogar seine weitere Karriere stand, am Höhepunkt angekommen, auf dem Spiel. Da war es wichtig, dass er Unterstützung im Verein erhielt. So auch von Tormanntrainer Sebastian Brandner (34), der in seiner aktiven Zeit mit beinahe derselben Verletzung zu kämpfen hatte. „Es braucht Zeit und viel Geduld“, sagt Brandner und attestiert seinem Schützling eine positive Einstellung hinsichtlich eines angestrebten Comeback. „Balsam für die Seele“ (Lukse) war auch die zweite Auszeichnung mit dem „Bruno“ für den besten Torhüter der Saison 2016/17. Schon einmal (2015) hatte Lukse die Trophäe, die zu Ehren von Bruno Pezzey alljährlich vergeben wird, in Empfang nehmen dürfen. Lernen musste Lukse vor allem Geduld. Denn auf dem langen, beschwerlichen Weg zurück auf die Fußballbühne musste der oftmals spitzbubenhaft wirkende Torhüter einige Rückschläge hinnehmen. In einer ersten optimistischen Prognose war ihm nämlich ein Comeback im Herbst vorausgesagt worden. Schließlich musste er sich schweren Herzens eingestehen, dass dies ein Wunschdenken bleiben wird. Inzwischen ist Lukse diesbezüglich vorsichtiger geworden, ohne dabei aber sein Ziel aus den Augen zu lassen. Viel Zeit bleibt ihm allerdings nicht. Gerade einen Monat nach dem Trainingsbeginn im Jänner startet die Frühjahrsrunde in der Bundesliga. „Derzeit läuft alles nach Plan, auch wenn der Weg zurück sehr steinig ist“, gibt Lukse zu. Dennoch hofft er, zum Rückrundenstart zumindest dabei zu sein.

Viele Einzelschichten
Gearbeitet hat Lukse viel, auch in der Rehabilitationsklinik von Mike Steverding, mit dem er auch im Nationalteam zusammengearbeitet hat. Stichwort Nationalteam? „Das ist momentan kein Gedanke. Zuerst muss ich mich in Altach beweisen, und das wird ohnehin schwer genug bei der Konkurrenz.“ Die ersten Trainingseinheiten mit seinen Torhüterkollegen hat er noch vor der Winterpause hinter sich gebracht. Die Sehnen jedenfalls haben die Spannung ausgehalten, auch wenn sich laut Lukse alles noch ein wenig steif angefühlt hat. Das stimmt ihn positiv, mit Jahresbeginn angreifen zu können. Den Humor hat er in all den Monaten nicht verloren. Genau das macht den Menschen Andreas Lukse aus.

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