Schweizer Schulbusunglück - Fahrer nicht betrunken und gesund

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Bei dem Unfall wurden 22 Kinder und sechs Erwachsene getötet. Bei dem Unfall wurden 22 Kinder und sechs Erwachsene getötet. - © EPA
Kein Alkohol im Blut, keine Krankheit: Fünf Monate nach dem Unfall eines belgischen Schulbusses in der Schweiz mit 28 Toten liegt den Ermittlern nun der Obduktionsbericht zum Busfahrer vor. Demnach hatte der 34-Jährige keinen Alkohol getrunken und auch keine Drogen genommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis am Donnerstag mit.

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Bei dem Unfall in einem Schweizer Tunnel waren am 13. März 28 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen belgische Schulkinder auf Schullandwoche in der Schweiz. Der Bus war in einem Tunnel nahe Siders gegen eine Wand geprallt. Die Untersuchungen zur Unfallursache konzentrierten sich schon bald auf den Fahrer.

Atherosklerose und Antidepressiva

Eine Krankheit als Ursache für den Unfall schließen die Ermittler ebenfalls aus. Der Mann habe zwar an einer Verengung der Herzkranzgefäße gelitten. "Wir haben aber keine Belege dafür, dass eine Krankheit vorlag, die erklären könnte, warum der Mann die Kontrolle über den Bus verloren hat", sagte der zuständige Staatsanwalt des Kantons, Olivier Elsig.

Die Blutprobe habe ergeben, dass der Fahrer täglich ein Antidepressivum eingenommen habe. Die gemessene Menge liege jedoch im Bereich, der bei einer entsprechenden Therapie üblich sei, so die Staatsanwaltschaft. Laut Obduktionsbericht starb der Fahrer an den Verletzungen, die er sich beim Unfall zugezogen hat. Der Busfahrer hatte nach Angaben der Ermittler in der Woche zuvor auch die Ruhezeiten stets eingehalten.

(APA)

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