© Bilderbox.at Von den 114.137 eingereichten Unterschriften seien 113.540 als gültig anerkannt worden, teilte die Bundeskanzlei am Dienstag mit. Die Initianten, vor allem Politiker der rechtskonservativen SVP und religiös inspirierten EDU, wollen nach eigenen Angaben “die zunehmende Islamisierung unserer Gesellschaft” verhindern.
Sie wehren sich gegen den Vorwurf, das Minarett-Verbot tangiere die Religionsfreiheit. Die rund 350.000 in der Schweiz lebenden Muslime könnten ihre religiösen Bräuche in einer Moschee ohne Minarett ausüben, argumentieren sie. Minarette seien zudem keine religiösen Symbole, sondern Zeichen eines politischen Machtanspruchs.
Die Schweizer Regierung (Bundesrat) äußerte sich bereits während der Unterschriftensammlung ablehnend zur Initiative. Einige Experten vertreten die Meinung, dass die Initiative gegen Völkerrecht verstoße.
Der Imam der Genfer Moschee nannte vor Kurzem die Anti-Minarett-Initiative “beleidigend” und “demütigend”. Er wolle aber kein internationales Echo auf die Volksinitiative provozieren, sondern versuchen, “dänische Zustände” zu verhindern, sagte der Imam Youssef Ibram in einem Zeitungsinterview.
“Ich bin ein Sohn dieses Landes. Ich will nicht, dass in der muslimischen Welt die Schweizer Fahne verbrannt wird”, betonte Ibram.