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Schwarzköpfle

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Medial unbemerkt hat sich ein Megaprojekt auf den Weg gemacht und ist ins Landhaus geschlichen: Ein Speichersee auf 2.100 Metern Seehöhe im Gebiet der Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn, der Wasser für die schnelle Kunstschneeproduktion liefern soll. Am Schwarzköpfle, auf einem Karboden, in alpiner Feucht- und Moorlandschaft, soll ein See in der Größe von zwölf Fußballfeldern ausgebaggert werden, das entspricht einem Wohnhaus mit neun Geschoßen. (derstandard.at)

„Jetzt geht’s los“, sagte der GF Peter Richtung Schwarzköpfle, nachdem er 3000 Unterschriften für den Wasserspeicher gesammelt hatte. Bei wem? Bei den MontafonerInnen? Bei den Schneekanonen? Bei den Wedelprofis, zu denen alle Schwarzköpfle Bürgermeister des Tales zählen, bei den Schneegötzen WIGE, Tourismusverband und bei den Skivereinen? Als Motiv wird ein hübsches verkündet: Man sei besorgt um die Zukunft der Bevölkerung! Da schau her! Der Peter ist aber kein Pfarrer sondern ein Geschäftsführer, der für die Sicherung der Zukunft des Profits der Silvretta Montafon GmbH und ihrer Teilhaber arbeitet. Potz Blitz!

Daraufhin hat es der Grüne im Landhaus rauchen lassen: „Naturfrevel“, rief er! Wie von der Tarantel gestochen schrieen die Schwarzköpfle im Landhaus auf, allen voran der lange Frastanzer, hinter ihm der getreue Karlheinz. Sogleich begann das Montafoner Schwarzköpfle Babysitting, süße Worte wurden statt Schneekanonenspeicher gefunden: „Beschneiungsteich, Zukunftssicherheit, Bergsee, natürliche Senke.“ Ein Blauköpfle meldete gar, wegen der Natur müsse man sich keine Sorgen machen, es gebe eh schon viele Stauseen und Betonspeicher im Tal, da spiele einer mehr keine Rolle.

Mit dem Wasser lassen haben sich die MontafonerInnen schon immer schwer getan. Erst wurden sie von den VKW rundum kathedert, jetzt müssen sie am Schwarzköpfle Wasser lassen. Ich würde mir nie 307.200 m³ Wasser für die S-M-Holding abzapfen lassen! So krank kann ich gar nicht sein. Außerdem wird weltweit zum Kampf ums Wasser und für die kommunalen Wasserrechte aufgerufen. Dazu ein Gleichnis:

Es ist eine Geschichte von Peter dem Großen. Als das Geschäft mit der Trockenmilch schlechter wurde, ließ er den armen Dorfbewohnern das örtliche Wasser mittels clever ausgedealten Grundwasserbohrungen abnehmen, es in Flaschen füllen, um es zu verkaufen und Riesenprofite zu machen. Jene, die vorher das Wasser kostenlos hatten, mussten fortan Peter dem Großen für jede Flasche bezahlen. Die Kunden blieben, denn das Wasser gehörte ihm allein. So machte der Große Peter die Dürstenden zu abhängigen Leibeigenen. Dem Dorf spendete ein Feuerwehrhaus und ließ sich als Entwicklungshelfer feiern. Peter der Große war auch Geschäftsführer. Sein Unternehmen handelt heute weltweit mit Wasser und heißt: Nestlé.

©. Medial unbemerkt hat sich ein Megaprojekt auf den Weg gemacht und ist ins Landhaus geschlichen: Ein Speichersee auf 2.100 Metern Seehöhe im Gebiet der Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn, der Wasser für die schnelle Kunstschneeproduktion liefern soll. Am Schwarzköpfle, auf einem Karboden, in alpiner Feucht- und Moorlandschaft, soll ein See in der Größe von […]
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