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3. September 2010 05:12; Akt.: 3.09.2010 05:12

Schulweg: mit den Kindern üben

Vor Schulbeginn mit dem Kind den Schulweg abgehen, minimiert die Gefahr von Unfällen. Vor Schulbeginn mit dem Kind den Schulweg abgehen, minimiert die Gefahr von Unfällen. - © VN/Markus Gmeiner
Schwarzach/VN - Tipps für Eltern, Kinder und Verkehrsteilnehmer, damit Schüler sicher in die Schule kommen. (3 Kommentare)

In einer Woche beginnt das neue Schuljahr. Der Weg zur Schule kann große Gefahren in sich bergen, denn Kinder haben eine andere Wahrnehmung der Dinge als Erwachsene, das Wissen über Regeln, die für Eltern selbstverständlich sind, darf nicht vorausgesetzt werden. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit in Vorarlberg (KfV) gibt Tipps, was Eltern tun können, damit Kinder sicher in die Schule kommen.

Eltern üben mit den Kindern

2009 verunfallten in Vorarlberg 33 Kinder am Schulweg. „Damit machen Schulwegunfälle rund siebzehn Prozent aller Kinderunfälle im Verkehr in Vorarlberg aus“, rechnet Martin Pfanner, Leiter des KfV, vor. Um die Unfallgefahr zu minimieren, ist es laut Pfanner ratsam, den Weg zur Schule kurz, aber oft mit dem Kind zu trainieren. Zu beachten ist dabei, dass der sicherste Weg zur Schule nicht immer der kürzeste ist: „Das Überqueren der Fahrbahn birgt das größte Gefahrenpotenzial. Suchen Sie einen Weg, bei dem das Kind möglichst selten die Straßenseite wechseln muss, wo es Schutzwege gibt oder idealerweise gar kein Verkehr herrscht. Muss ein Zebrastreifen überquert werden, ist es von großer Wichtigkeit, dass Sie mit ihm üben, auch wirklich erst loszugehen, wenn alle Autos stehen geblieben sind und dass es beide Fahrtrichtungen noch einmal kont­rolliert. Man darf das Kind aber mit den Übungen nicht verunsichern, Angst ist ein schlechter Begleiter. Erklären Sie ihm vor Ort, warum die Situation gefährlich sein kann, und worauf geachtet werden muss. Sätze wie ‚Pass auf!‘ oder ‚Sei vorsichtig!‘ enthalten keine für Kinder nützlichen Informationen. Und auch wenn ein Schulwechsel stattgefunden hat, etwa in die Hauptschule oder ins Gymnasium: Gehen Sie den neuen Schulweg in jedem Fall noch einmal durch, damit auch dieser eingeprägt werden kann. Denn statistisch gesehen sind ältere Schüler häufiger von Schulwegunfällen betroffen als Volksschulkinder.“

Anfahrt mit Bus und Fahrrad

Kinder können ab zehn Jahren, nach Ablegen des freiwilligen Fahrradführerscheins, alleine mit dem Fahrrad fahren. „Gehen Sie auch hier, wie beim Fußweg, die Strecke mit dem Schüler ab, wenn das Kind mit dem Rad zur Schule fährt“, empfiehlt Pfanner. Fährt der Sprössling mit dem Bus, sollte man auch diesen Weg mit ihm einstudieren. Dazu gehört vor allem, wie man sich an der Haltestelle und beim Aussteigen verhält. Keine Hektik und warten, bis der Bus weggefahren ist, bevor man über die Straße geht.

Kinder im Straßenverkehr

Wolfgang Hart von der Landesverkehrsabteilung der Polizei weist darauf hin, dass „Kinder nicht dem Vertrauensgrundsatz unterliegen. Als Autofahrer muss man damit rechnen, dass sie sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Des Weiteren ist ihnen überall, nicht nur bei Ampeln und Schutzwegen, das unbehinderte Überqueren der Straße zu ermöglichen.“ Martin Pfanner vom KfV rät generell zu einem vorsichtigen Verhalten im Autoverkehr während des Schulbetriebs: „In unmittelbarer Umgebung von Schulen und Bushaltestellen ist es notwendig, immer besonders aufmerksam zu fahren, vor allem nach Schulschluss. Reduzieren sie die Geschwindigkeit, wenn Sie Kinder im Bereich der Straße sehen und fahren Sie bremsbereit. Und bei einem gekennzeichneten Schulbus (orange Schülertransporttafel), der die Alarmblinkanlage und zusätzlich gelbrote Warnleuchten eingeschaltet hat, gilt immer absolutes Vorbeifahrverbot.“

Tipps

Eltern: » Mit dem Kind den Schulweg üben. » Wege mit möglichst wenigen Straßenübergängen wählen. » Dem Kind Gefahrensituationen zeigen und erklären. Aber dem Kind keine Angst einjagen.

Kinder: » Beim Zebrastreifen erst losgehen, wenn alle Autos stehen. » Grüne Ampeln alleine reichen nicht. Immer vor dem Überqueren nach beiden Seiten schauen. » Immer den selben Weg gehen.

Verkehrsteilnehmer: » Vor Schulen und Bushaltestellen besonders aufmerksam fahren. » Langsamer und bremsbereit fahren, sollten Kinder im Straßenbereich sein. » Bei haltenden Schulbussen herrscht Vorbeifahrverbot.

VN-gep



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