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Schöner Schein

Im Urlaub locken Händler oft mit fantastischen Angeboten. Doch beim Kauf von Schmuck und Uhren im Ausland ist Vorsicht geboten. Oft handelt es sich nur auf den ersten Blick um ein vermeintliches Schnäppchen.
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Wann ist die Einkaufsstimmung am besten? – Genau, im Urlaub. Dann sind die Menschen bester Laune, lassen sich leicht verführen und sind bereit, Geld auszugeben. Zu Hause entpuppt sich die Errungenschaft dann oft als Fehlgriff. Vor allem im Uhren- und Schmuckbereich passiert das häufig und man fragt sich: Welchen Schrott habe ich mir eigentlich gekauft? Vor allem in südlichen Ländern wie Türkei und Griechenland ist die Vorgehensweise immer die gleiche: „Schmuckstücke werden zu einer überhöhten Summe angeboten, es wird gehandelt und am Ende kommt ein Preis heraus, der entweder dem bei uns entspricht oder sogar höher ist“, erklärt Juwelier Wilfried Handle aus Feldkirch.

Schlechte Qualität.
Weltweit ist der Goldpreis überall gleich, d. h. wenn Schmuck billiger angeboten wird, handelt es sich meist um minderwertige Ware. Günstigere Preise als in Österreich können nur durch niedrigere Steuern im Urlaubsland sowie geringere Herstellungskosten entstehen. „Oft ist die Verarbeitung schlecht. Der Kunde kann die Qualität selbst nicht feststellen“, sagt Handle und führt weiter aus: „Bei Änderungen oder Reparaturen im Fachgeschäft fällt später erst auf, dass etwas mit dem Goldgehalt nicht stimmt oder das Stück lediglich vergoldet ist.“ Denn auch Stempel bzw. Punzen werden manchmal gefälscht.

Goldpreis entscheidet.
Im Uhrenbereich sind Fälschungen ebenfalls ein Problem. Sie sind mittlerweile so gut, dass nur mehr der Fachmann mit einem geschulten Blick ins Uhrwerk die Echtheit prüfen kann. Vor allem auf Märkten, Basaren und bei fliegenden Verkäufern sind Kopien ein Problem. Handelt es sich dagegen um einen ausgewiesenen Fachbetrieb oder Juwelier in einem Luxushotel, der einen Ruf zu verlieren hat, sieht die Sache anders aus. Das Preisniveau dürfte allerdings in diesem Fall kein Anreiz mehr sein, das Objekt der Begierde zu erwerben. Im Falle von Schmuck sollte man immer auf der Hut sein.

Nur eine Nuance.
Gerade bei Steinen gibt es Nuancen in der Qualität, die zum Teil extreme Preisunterschiede rechtfertigen. Mitgelieferte Bescheinigungen helfen wenig. „Laien können oft auch mit einem korrekt ausgestellten Stein-Zertifikat nichts anfangen. Das führt oft dazu, dass für Edelsteine minderer Qualität höhere Preise als in Österreich gezahlt werden“, so der Fachmann aus Feldkirch. Apropos Bescheinigung: Sollte der Luxuszeitmesser nach nur ein paar Wochen stehen bleiben, hilft nur ein korrekt und vollständig ausgefüllter Garantieschein. „Nur dann wird die eingesandte Uhr überhaupt von der entsprechenden Manufaktur oder Marke angenommen“, erklärt Handle. Geht Schmuck kaputt, muss man ihn selbst auf eigene Kosten reparieren lassen.

Etwas zu verzollen?
In Betracht gezogen müssen zudem die existierenden Einfuhrbestimmungen. Außerhalb der EU ist ein Freibetrag von 400 Euro zulässig, Waren über diesem Wert müssen deklariert werden. „Im Falle von Uhren sind die Zollgebühren zu vernachlässigen. Es werden jedoch 20 % Mehrwertsteuer fällig. Bei Schmuck fallen zunächst 2,5 % Zoll sowie 20 % Mehrwertsteuer an.“ Generell wird der volle Betrag verzollt bzw. versteuert, d. h., nicht nur was über die 400 Euro hinausgeht, sondern wenn Schmuck insgesamt 2000 Euro gekostet hat, werden auch 2000 Euro veranschlagt. Der Zoll macht gerade bei Luxusuhren immer wieder Stichproben, d. h. er kann auch bei einer z. B. bereits getragenen Uhr, die vielleicht schon ein paar Jahre alt ist, den Beleg über den Kauf verlangen. „Jede Luxusuhr hat am Gehäuseboden eine Art Seriennummer, mit der zweifelsfrei der Auslieferungsort feststellbar ist“, erklärt Handle. So kann ein Urlaubssouvenir auch noch nach Jahren einen bittersüßen Nachgeschmack bekommen.

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