"Schnell wia a Katz" zum Star

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"Schnell wia a Katz" zum Star
Schwarzach – Walter ist der Internet-Star dieses Sommers. In den vergangenen zwei Wochen hat der Bregenzer Pensionist abgezählte 1724 Vorarlberger Fans im Online-Netzwerk Facebook gewonnen. Zum Vergleich: Landeshauptmann Herbert Sausgruber bringt es auf lediglich 351 Facebook-Unterstützer.

Angefangen hatte alles mit einem Videointerview für „Vorarlberg Online“. Nach dem Bankraub am 16. Juli auf die Sparkassenfiliale in Bregenz-Weidach stand Augenzeuge Walter dem Videoreporter Rede und Antwort: Nackter Oberkörper, Oberlippenbart, Goldkettchen. Erklärt, wie der Räuber durch den Schrebergarten an der Kennelbacherstraße huschte. Er hätte ihn, wie der 61-Jährige im Video erklärt, „beinahe“ am Gartenzaun erwischt: „Aber er isch ummi übern Zaun, wia a Katz‘! Und i bin do gstanda, wia an Trottel“. Auf Nachfrage hat der gerlernte Installateur auch eine Täterbeschreibung parat. „Cirka 42 Johr“ sei der mutmaßliche Täter, schätzt Walter messerscharf.

Bereits am nächsten Tag existiert auf Facebook eine „Fan-Page“ von Walter, eingerichtet durch den Kennelbacher Webdesigner Stefan Hagspiel, wie dieser den „VN“ bestätigt. „Es geht ja nicht um Walter persönlich, sondern um die unverwechselbare Art, wie er die Flucht im Video beschrieben hat“, sagt der 26-Jährige und muss selbst immer wieder lachen. Walter selbst kennt das extrem populäre Freunde-Portal Facebook nur vom Hörensagen.

Sein Video verbreitete sich im Schneeballsystem. Weit über 8000 haben es gesehen, über 1700 bekennen sich als „Fan“. Bei Walter ist das eingetreten, was im Werber-Jargon virales Marketing heißt und was beispielsweise schon die SPÖ im Arbeiterkammer-Wahlkampf mit Comic-Videos provozieren wollte. Bloß: Virales Marketing funktioniert nicht auf Kommando.

Mittlerweile gibt‘s die Slogans aus dem Walter-Video auf T-Shirts. „Cirka 42 Johr“ oder „Wia a Katz“ steht auf der Brust des stolzen Trägers.

Die „VN“ erreichten Walter am Telefon - und der kann sich den Hype um seine Person nicht erklären: „Ich bin ja nicht der Peter Rapp, habe auch keinen Maschendrahtzaun“, spielt er auf Entertainer Stefan Raab an, der aus Videoschnipsel Chart-Hits produzierte.

Und realistisch bleibt Walter sowieso: „Momentan ist das alles lustig - und in drei Wochen ist‘s passé.“ Aber: „Vielleicht kommt ja wieder ein Bankräuber vorbei.“

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