Werner Fischer zeigt Aktbilder in Galerie K3

Von Bandi Koeck
Vernissagerednerin Heike Montiperle mit Künstler Werner Fischer und Lebenspartnerin Martina Parthenis.
Vernissagerednerin Heike Montiperle mit Künstler Werner Fischer und Lebenspartnerin Martina Parthenis. - © Bandi R. Koeck/R. Salzgeber
Satteins/Rankweil. (BK) Der Rankler Künstler Werner Fischer lud eine illustre Gästeschar zu einer besonderen Ausstellung in die Räumlichkeiten der Galerie K3.

Werner Fischer ist kein Maler, sondern ein Zeichner – schon von Berufswegen“ waren die treffenden Worte bei der Vernissagerede von Heike Montiperle, Tochter des Hausherrn und bekannten Malers Gerhard Monti Montibeller, der als künstlerischer Leiter des Malgrundes fungiert. Fischer würde tagsüber Stoffe zeichnen und abends nackte Menschen. „Er könnte genauso gut Berge, Hunde oder Kirchen zeichnen, lieber sind ihm aber Brüste, Beine, Rücken oder Hintern“ so Montiperle. Sie fügte noch in ihrem treffsicheren Humor hinzu, dass wohl ein Kirchlein leichter zu zeichnen wäre – und eben auch zu verkaufen und dieses ungeniert ins Wohnzimmer gehängt werden könne, bei einem Aktbild bedürfe es mitunter schon mehr an Erklärungsbedarf. Unter die Anwesenden mischten sich eine Vielzahl an Künstlerkollegen wie Matthias MASU Baumgartner, Elisabeth Simon, Andreas Gortan und Angelika Domenig von „art-passion“ aus Dornbirn, Schriftstellerin Elisabeth Amann sowie Wegbegleiter aus Workshops von Fischer. Fischers mit Rohrfeder und Ölstift gezeichnete Bilder beeindrucken vielmehr durch die Reduktion und den Blick auf das Wesentliche. Diese aufs Papier zu bringen ist nämlich die Kunst. Oder in den Worten der Vernissagerednerin: „Stimmen die Porportionen nicht, geht das ins Auge des Betrachters – sogar der Laie ist verstimmt.“ Fischer zeichnete seinen ersten Akt während des Studiums in Innsbruck. Zurück im Ländle folgte dann der zweite Akt, in Form eines Kurses bei Hildegard Unterweger. Es folgten freie Workshops bei renommierten Künstlern wie Edgar Leissing und der vor Kurzem verstorbenen Sigrid Hutter. Es dauerte nicht lange, bis Fischer schließlich selbst Kurse und Workshops im Schlosserhus in Rankweil leitete. Als sein „dritter Akt“ kann der Kursleiter Fischer verstanden werden. Fischer erklärte, dass er nach wie vor vom AKT – der Königsdisziplin des Zeichnens – fasziniert sei. Einige der Besucher waren neugierig, weshalb seine Kursteilnehmer am ersten Abend stets Äpfel und Birnen zu zeichnen haben. Montiperle wollte, dass entweder seine Schüler oder er die Antwort geben. „Wir leben in einer Zeit, in der das Frühstücksfernsehen mehr nackte Brüste zeigt als diese gesamte Ausstellung hier“ so die Künstlerin. Und Fischer fügte hinzu: „Zeichnen kann man lernen. Ein richtig gutes Bild aber, das passiert, wenn alles passt.“ Die Ausstellung ist nur noch am Sonntag, 10. September von 18 bis 20 Uhr zu besichtigen.

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