Saftige Geschäfte – aber nicht für alle

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Zehn Liter Orangensaft trinkt jeder Österreicher jährlich. Das beschert heimischen Produzenten Rekordumsätze. Der erbitterte Preiskampf führt aber zu schwierigen Arbeitsbedingungen auf den Plantagen, wie der “ORF” berichtet.

“Wir sind seit 40 Tagen hier und haben noch keinen Lohn bekommen”, wie ein Arbeiter auf einer brasilianischen Orangenplantage erzählt. Derzeit herrscht auf den Anbaugebieten Hochbetrieb. Der extreme Preisdruck auf den Weltmärkten macht sich auch hier bemerkbar. Zu spüren bekommen dies vor allem die Orangenpflücker: “Jeden Tag verspricht man uns, dass wir das Geld morgen bekommen.“ Die Arbeitsinspektoren erzählen von massiven Arbeitsrechtsverletzungen, die meist unbestraft bleiben würden, wie der “ORF” berichtet.

In Österreich gibt es derzeit zwei starke Trends, was Säfte anbelangt: Zum einen würden Konsumenten immer stärker zu “Fair-Trade”-Produkten greifen. Aber auch der Trend zu Billigware hält an. Um extreme Dumpingpreise zu verhindern, versucht man beim österreichischen Marktführer Rauch einen Mittelweg zu finden. “Wenn ich die letzten – ich sage einmal – zehn Jahre, Revue passieren lasse, dann kann ich Ihnen sagen, dass wir uns momentan in einer Mittelposition befinden“, sagt Wolfgang Schwald von Rauch Fruchtsäfte dem “ORF”.

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