Russische Justiz verstärkt Druck auf Regisseur Serebrennikow

Die russische Justiz verstärkt den Druck auf den Regisseur Kirill Serebrennikow und dessen ehemalige Mitarbeiter wegen angeblicher Unterschlagung. Bei der Verhandlung über eine Haftbeschwerde von Alexander Malobrodski, dem Ex-Generaldirektor von Serebrennikows Firma Studio 7, präsentierten Ermittler am Mittwoch in Moskau neue Vorwürfe.

Diese stützten sich auf belastende Aussagen der ebenfalls inhaftierten Ex-Chefbuchhalterin Nina Masljajewa. Studio 7 sei nur gegründet worden, um Geld zu veruntreuen, zitierte das Gericht aus ihrer Vernehmung. Serebrennikow ist in der Sache im Mai vernommen worden. Er gelte auch weiterhin nur als Zeuge, sagte eine Anwältin Malobrodskis. Der regierungskritische Künstler hat aber der “Süddeutschen Zeitung” gesagt, sein Pass sei eingezogen worden. Er könne nicht ins Ausland reisen. Serebrennikow soll im September in Stuttgart die Oper “Hänsel und Gretel” inszenieren.

Das Staatliche Ermittlungskomitee nennt eine unterschlagene Summe von 200 Millionen Rubel (2,8 Millionen Euro). Der Auftrag einer Inszenierung von Shakespeares “Sommernachtstraum” sei nicht erfüllt worden. Dabei sei das Stück 15 Mal in Moskau und dazu in Paris und Riga gezeigt worden, sagt Serebrennikow. Er weist alle Vorwürfe zurück. Im Juli hatte das Bolschoi-Theater sein neues Ballett über den Tänzer Rudolf Nurejew kurz vor der Uraufführung gestoppt.

(APA/dpa)

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