31. Oktober 2012 15:41; Akt.: 31.10.2012 17:37

Rückkehr zum ORF: Sido erhält zweite Chance für die “Große Chance”

Sido darf nun doch zurück zum ORF Sido darf nun doch zurück zum ORF - © APA
Damit hätte jetzt so schnell niemand gerechnet : Der vom ORF entlassene Rapper Sido bekommt nun eine zweite Chance bei “Die Große Chance”. “Wir sehen und schätzen die positive Entwicklung beider Herren”, so der ORF, der zuletzt mit mäßigem Erfolg Rudolf “Seyffenstein” Roubinek statt Sido in der Jury einsetzte.

 (33 Kommentare)

alt Korrekturen melden

“Große und letzte” Chance für den deutschen Rapper Sido beim ORF: Wie Fernsehdirektorin Kathrin Zechner am Mittwoch bekannt gab, soll der geschasste Juror zur “Großen Chance” zurückkehren und bereits bei der nächsten Ausgabe am Freitag wieder am Jurorenpult Platz nehmen.

Nein zur Gewalt – Ja zur Aussöhnung

“Das ist keine Rücknahme der Entscheidung, die direkt nach der Prügelattacke getroffen wurde. Der Stopp war nötig, weil auf beiden Seiten überzogen wurde”, so Zechner. Das klare Nein zu Gewalt stehe. “Genauso unumstößlich ist aber mein Glaube an Aussöhnung.”

Sie habe sowohl mit Sido als auch mit Dominic Heinzl das Gespräch gesucht, wobei sich “die Einsicht beider Herren, dass sie sich falsch verhalten haben” gezeigt habe. “Deshalb: zurück zum Start. Wir wollen mit dieser Entscheidung ein Beispiel geben, dass am Ende eines Streits idealerweise Aussprache und Versöhnung steht.”

ORF: Sido darf wieder

Während Sido im dritten Halbfinale der “Großen Chance” am Freitag als Juror auftreten wird, darf auch Heinzl an diesem Abend wieder berichterstattend für das Societymagazin “Chili” tätig sein. Rudolf Roubinek alias Seyffenstein dankt Zechner für seinen kurzfristigen und bravourösen Einsatz als Juror.

Der ORF hatte sich von Sido getrennt, nachdem dieser vor knapp zwei Wochen im Anschluss an die erste Liveshow der “Großen Chance” den Societyreporter Dominic Heinzl niedergeschlagen hatte – ein riesiger medialer Wirbel und viel Kritik an der Entscheidung war die Folge.

Aus für Heinzl bleibt bestehen

Die Amnestie über den in Ungnade gefallenen Juror der “Großen Chance” dürfte auf Dominic Heinzls berufliche Zukunft jedoch keine Auswirkungen haben. Eine Fortsetzung der Society-Sendung “Chili” oder Spezialsendungen etwa zum Opernball oder anlässlich des Song Contests sei auch nach der Rehabilitation der beiden Streithähne durch den ORF nicht geplant.

Dass Heinzls Vertrag nicht verlängert wurde, stand laut ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann “in keinem Zusammenhang mit dem Sido-Konflikt. Da ändert auch dessen Rückkehr nichts.” Die Entscheidung sei aus programmstrategischen und budgetären Überlegungen gefallen, die nun nicht zurückgenommen würden, wie er sagte.

Direktorin Zechner nachsichtig mit Streithähnen

ORF-TV-Direktorin Kathrin Zechner war indes in einer Aussendung bemüht, nicht den Anschein zu erwecken, der ORF könne aus welchen Überlegungen auch immer Gewalt goutieren. Sie kritisierte auch die öffentliche Darstellung von Sido und Heinzl und betonte vielmehr deren mildtätige Charaktere.

Sowohl Sido als auch Heinzl würden abseits der Kameras in Sozialprojekten tätig sein und sich in den Dienst hilfsbedürftiger Menschen stellen. “Schon allein diese Tatsache zeigt, dass den beiden die mediale Verknappung als Kontrahenten nicht gerecht wird.”

Folgen des Prügel-Eklats

Nach der Prügelaffäre am 19. Oktober ging es in der Causa Sido versus Heinzl Schlag auf Schlag. Der ORF beendete seine Zusammenarbeit mit dem Rapper und gab auch die Nichtverlängerung von Heinzls Vertrag bekannt. Der Kaufmännische Direktor des ORF, Richard Grasl, sagte in der “Kronen Zeitung”: “Diese Privatfehde auf öffentlicher Bühne und auf dem Rücken des ORF muss für beide Beteiligten Konsequenzen haben!” Es folgte ein ungeheures mediales Getöse, kaum ein Medium, das sich dieser Affäre entziehen konnte. Sido warf Heinzl “Schauspielerei” vor und Heinzl fühlte sich öffentlich gemobbt.

Währenddessen suchte der ORF händeringend nach Ersatz für sein polarisierendes Zugpferd. Als Ersatz für Sido wurde die aus dem Kabarettformat “Wir sind Kaiser” bekannte Kunstfigur Obersthofmeister Seyffenstein (Rudi Roubinek) entsendet, was in der medialen Berichterstattung großteils zu heftigen Verrissen führte. Auch die Zuseher blieben mit 707.000 hinter denen der Vorwoche mit Sido zurück.

(apa/red)



Kommentare 33

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

Neuen Kommentar schreiben

 
1000
/1000 Zeichen übrig
 

HTML-Version von diesem Artikel

Mehr auf vol.at
Schauspieler Johnny Depp trägt keine Unterhosen
US-Schauspieler Johnny Depp (50) trägt ungern Unterhosen. "Das ist meine generelle Einstellung". mehr »
Kim Kardashian: Baby ist da!
US-Realityshow-Star Kim Kardashian (32) und Rapper Kanye West (36) haben nach Medienberichten ihr erstes gemeinsames [...] mehr »
Schwangere Herzogin Kate absolvierte wohl letzten Solo-Auftritt
Unter den Augen von dutzenden Fotografen und Kameraleuten hat die schwangere Herzogin Kate ihren vermutlich letzten [...] mehr »
Avril Lavigne genießt die Vorbereitungen für ihre Hochzeit
Die kanadische Rocksängerin Avril Lavigne (28) ist im Hochzeitsstress. "Ich bin momentan sehr damit beschäftigt, die [...] mehr »
Heidi Klum bekam New Yorker Ehrenpreis
Die TV-Moderatorin Heidi Klum (40) ist am Montagabend (Ortszeit) von Bürgermeister Michael Bloomberg (71) mit dem "Made [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Werbung
Werbung
Werbung
Werbung