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Ruby-Prozess gegen Berlusconi: Ex-Minister sagen vor Gericht aus

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi; Karima el Marough alias "Ruby". Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi; Karima el Marough alias "Ruby". - © EPA
Nach einer fast dreimonatigen Pause ist am Freitag in Mailand der sogenannte Ruby-Prozess fortgesetzt worden, bei dem Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi wegen Amtsmissbrauchs und Sex mit einer minderjährigen Marokkanerin vor Gericht steht.

 (1 Kommentar)

Mehrere Ex-Minister, Mitglieder des bis November 2011 amtierenden Berlusconi-Kabinetts. waren als Zeugen vorgeladen. Vor Gericht versicherte der Parlamentarier und außenpolitische Berater Berlusconis, Valentino Valentini, dass der Ex-Premier fest überzeugt war, dass das im Mai 2010 wegen eines Diebstahls festgenommene marokkanische Partygirl Karima el Marough alias Ruby eine Angehörige des damaligen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak sei, wie das Mädchen behauptet hatte.

Berlusconi wollte “diplomatische Probleme vermeiden”

Berlusconi wird Amtsmissbrauch vorgeworfen, weil er Ruby mit einem Anruf bei der Polizei aus deren Gewahrsam befreit haben soll. Er habe geglaubt, dass sie Mubaraks Nichte sei und dann diplomatische Probleme mit Ägypten vermeiden wollen, hatte er gesagt. Dies wurde auch von Valentini bestätigt. Zu den vorgeladenen Zeugen im Prozess in Mailand zählte auch Ex-Außenminister Franco Frattini, der jedoch nicht vor Gericht erschienen ist. Berlusconi bestreitet strafbare Handlungen.

(APA)

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