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Rock in Vienna: Comeback der Devilhorns auf der Donauinsel

Auch am Pfingstmontag wurde auf der Donauinsel gerockt.
Auch am Pfingstmontag wurde auf der Donauinsel gerockt. ©APA/Herbert P. Oczeret
Am Pfingstmontag geht das Rock in Vienna 2017 auf der Donauinsel in Wien zu Ende.
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“Who wants to rock?” heißt ein Song der US-Band Clutch: Ein nicht einmal zweiminütiger Knüppler, den die Gruppe um Frontmann Neil Fallon am Montag zwar im Köcher ließ. Der Titel war dennoch Programm und Clutch definitiv einer der Gründe dafür, dass am Abschlusstag des Rock in Vienna die Härte auf die Donauinsel zurückkehrte. Ein Auftakt nach Maß, nicht nur aufgrund des sommerlichen Wetters.

Nach drei Tagen mit höchst unterschiedlicher Programmierung, von Rap über Radiopop bis Electropunk, lag es gewissermaßen am Finale, das Ruder noch einmal herumzureißen. Und eines vorweg: Schon nach zwei Bands schien dieses Vorhaben mehr als geglückt. Bereits die Australier The Living End machten als Opener eine extrem gute Figur und durften sich trotz des zeitlich sehr knappen Einlasses auf das Gelände über gehörigen Publikumszuspruch freuen. Punk und Rockabilly? Da waren die “Rock in Vienna”-Fans von Anfang an dabei.

Insofern war es kein Wunder, dass die Devilhorns – gemeinhin das Zeichen von Zustimmung unter Metal- und Rockanhängern – mehrfach in den Himmel gereckt wurden. Immerhin haben Sänger Chris Cheney und seine Kumpanen mehr als 20 Jahre Erfahrung am Buckel und wussten diese auch einzusetzen. Egal ob schnell und nach vorne preschend oder zwischendurch gar härtere Riffs einstreuend, das Gebotene schmeckte von Anfang bis Ende. Dass es dabei in erster Linie zackig und ohne größere Umwege zur Sache ging, trug zum gelungenen Gesamteindruck bei.

Rock in Vienna: Ausklang am Pfingstmontag

Wobei The Living End sogar bewiesen, dass auch ein Kontrabass – souverän bedient von Scott Owen – ziemlich rock’n’roll sein kann. Beim energetischen Schluss zu “West End Riot” wurde dieser von Cheney gar als Bühne genutzt. Keine schlechte Vorlage also für Clutch, die sich danach aber ebenso wenig lumpen ließen. Neil Fallon und Co bedienten sich beim Südstaaten-Rock, Stoner-Einflüssen und reichlich Blues, um die Meute in Bewegung zu versetzen. Mit Stücken wie “X-Ray Visions” oder “Firebirds!” gelang das auch eindrucksvoll.

Obwohl die Gruppe noch ein paar Jährchen mehr am Buckel hat als The Living End, gehört sie keineswegs zum alten Eisen. Letztlich ist der Sound von Clutch ziemlich zeitlos, wurde da ein Ohrwurm-Riff vom nächsten gejagt und gab sich allen voran Fallon viel Mühe, um die schwitzende Menge auf seine Seite zu ziehen. Da besonders der Sound passte, war das aber keine Schwierigkeit. Sonne, Staub und Rock, das passt einfach zusammen.

Es scheint also alles angerichtet für die letzten Bands, wobei nun zunächst ein ordentlicher Wechsel ansteht: Marten Laciny alias Marteria hält immerhin die Fahne des Rap inmitten eines rockigen Line-ups hoch, hat aber auch einige höchst eingängige Songs im Aufgebot und eine neue Platte (“Roswell”) auf der Habenseite. Danach gibt es nochmals Punk made in Germany: Die Berliner Beatsteaks sowie die unverwüstlichen Toten Hosen werden das “Rock in Vienna” heuer beenden und sollten wohl mit dem größten Publikumszuspruch konfrontiert sein. “Tage wie diese” eben, wenn man nach den vielen Hosen-Shirts am Gelände geht.

(APA, Red.)

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