Volksabstimmung: Reuthe stimmt für geplantes Betriebsgebiet

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Das geplante Gelände nahe der Bregenzerwaldstraße.
Das geplante Gelände nahe der Bregenzerwaldstraße. - © Bischofberger Transporte
Reuthe. Die Frage, ob sich die Firma Bischofberger Transporte in einem geplanten Betriebsgebiet in Reuthe ansiedeln darf, dürfte geklärt sein: Die Volksabstimmung am Sonntag ging mit 241 gegen 104 Stimmen zugunsten des Betriebsgebietes aus.

Die Wahlbeteiligung lag bei 74 Prozent der stimmberechtigten Gemeindeeinwohner.

Um die Betriebsansiedelung hatte es im Vorfeld heftige Diskussion in der Bregenzerwälder Gemeinde gegeben. Die Gegner des Projekts fürchten zusätzlichen Verkehr, Staub und Abgase, die Befürworter hoffen dagegen auf neue Arbeitsplätze.

Betriebsgelände sind seltenes Gut im Wald

Die Firma Bischofberger Transporte hatte im Vorfeld angekündigt, bei einem negativen Ergebnis den Bregenzerwald ganz verlassen zu müssen. Der bisherige Stammsitz in Bizau platze aus allen Nähten, der Umzug nach Reuthe sei die einzige Option im Wald. Dafür spricht die bereits zehn Jahre dauernde Suche des Unternehmens nach einer neuen Heimstadt – Betriebsgebiete sind im Bregenzerwald dünn gesät.

Erleichterung bei Bischofberger

Entsprechend erleichtert zeigte sich die Firma nach dem für sie positiven Ausgang der Abstimmung. Das bringt man auch mit einem “Danke” der Belegschaft in Bildform zum Ausdruck:

Auch die Belegschaft sagt “Danke”. ©

“Kein Störfaktor”

“Wir möchten uns herzlich bei allen Bürgern und Bürgerinnen der Gemeinde Reuthe bedanken, die bei der heutigen Volksabstimmung Weitsicht bewiesen haben. Sie alle haben mit ihrer Wahl den Fortbestand unseres alteingesessenen Bregenzerwälder Familienbetriebs und damit auch 40 Arbeitsplätze gesichert”, so Rosi Lerchenmüller, Geschäftsführerin von Bischofberger Transporte.

Das Unternehmen versichert, dass es kein Störfaktor im Weiler “Hof” sein werde. Im Gegenteil, alle Auflagen für die Baugenehmigung würden eingehalten und der Firmensitz absichtlich architektonisch zurückhaltend gestaltet. “Uns ist eine konstruktive Zusammenarbeit und ein freundschaftliches Miteinander – sowohl mit der Gemeinde als auch mit den Nachbarn – ein zentrales Anliegen.”

Die Volksabstimmung in Reuthe war die insgesamt 35., die seit 1966 auf Vorarlberger Gemeindeebene durchgeführt wird. Das Ergebnis ist rechtlich bindend. (red)

Vorgeschichte: “Betriebsgebiet in Reuthe: Verlässt Bischofberger bei “Nein” den Wald?”

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