Biber besiedeln den Hinteren Bregenzerwald

Von Gemeindereporter Marianna Moosbrugger
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Gemeindebesuch beim Biberbau
Gemeindebesuch beim Biberbau - © Marianna
Solange keine Gefahr im Verzug ist sind die Biber in Reuthe herzlich willkommen. 

Reuthe. Schon im vergangenen Herbst wurden in Reuthe, im hinteren Bregenzerwald, erste Spuren von Biberaktivitäten entdeckt. Für Gemeindearbeiter Markus Albrecht, selbst Jäger und Jagdpächter, war es schon beim ersten Augenschein klar, dass es sich hier um einen Biberbau handelt. Es wurde eine Meldung an das Bibermanagement Voralberg gemacht und gemeinsam mit der Biberbeauftragten Agnes Steininger sowie Vertretern der Wildbachverbauung und der Gemeinde Reuthe wurde eine Begutachtung durchgeführt. Wildbachregelungen und Hochwassersituationen wurden durchgespielt. „Gott sei Dank ist keine Gefahr im Verzug“, freut sich Bürgermeisterin Bianca Moosbrugger-Petter für die unter Artenschutz stehenden Neuankömmling in Reuthe.

Biberpärchen mit einem Jungen

Angenagte und gefällte Bäume deuteten zu hundert Prozent darauf hin, dass Biber in der Ulve Einzug gehalten hatte. Ein Hauptbau und drei Nebendämme waren ersichtlich. Auf Grund des Ausmaßes, des rund einem Quadratkilometer großen Reviers, kann davon ausgegangen werden das es sich um ein Biberpärchen mit einem Jungen handelt. Da im Winter das Nahrungsangebot für die reinen Vegetarier nicht allzu groß ist wurden inzwischen von den nachtaktiven, sehr scheuen Nagern unzählige Erlen, bis zu einem Durchmesser von 25 cm, gefällt und die Rinde abgenagt. Ein ausgewachsener Biber wiegt um die 23 bis 30 kg und kann bis zu 110 bis 135 cm lang werden.

Biber möchten ungestört bleiben

Woher Familie Biber gekommen sind, darüber lassen sich nur Spekulationen erstellen. Dass Biber schon den Vorderwald besiedelt haben ist bekannt, auch in Bezau wurde ein Bau gesichtet. Vermutlich sind die „Flußbaumeister“ in ihrem Umfeld gestört worden und beschlossen deshalb weiter zu ziehen, oder es handelt sich um Jungtiere die aus dem elterlichen Bau ausziehen mussten um ein eigenes Revier zu suchen. Mit einer Lebenserwartung von ca. acht Jahren hat sich die Biberfamilie in Reuthe ein ruhiges Plätzchen, abseits von Wander- und Radwegen gesucht und möchte dort auch nicht von neugierigen Besuchern gestört werden.

 

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