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Rauchverbot: Nichtraucherschützer rechnen mit Anzeigenflut gegen Wirte

Der Nichtraucherschutz rechnet mit einer Flut von Anzeigen.
Der Nichtraucherschutz rechnet mit einer Flut von Anzeigen. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Nach dem Kippen des Rauchverbots durch die neue Regierung rechnet die Schutzgemeinschaft für Nichtraucher mit einer Zunahme der Anzeigen gegen Wirte, die sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben halten.
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“Ich glaube, dass die Anzeigenflut zunehmen wird”, sagte Robert Rockenbauer, Bundesleiter der Organisation, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Verstöße sollten den Behörden gemeldet werden, forderte er. “Wirte müssen wegen des Volkszorns mit verstärkter Kontrolltätigkeit und Anzeigen rechnen”, betonte Rockenbauer. Die Bezirkshauptmannschaften, Stadtmagistrate und in Wien die Magistratischen Bezirksämter müssten den Anschuldigungen nachgehen. Die Schutzgemeinschaft helfe gerne, den Sachverhalt richtig an die Behörden zu übermitteln.

Neue Verunsicherung der Gastronomen

In Wien und Umgebung biete sein Verein neuerdings “Auftragsanzeigen” für zehn Euro an, sagte Dietmar Erlacher von “Krebspatienten für Krebspatienten”. Damit muss die Anzeige nicht mit dem eigenen Namen erstattet werden. Das ist laut Rockenbauer vor allem bei Landgasthäusern ein Problem, wo die Dorfbewohner vor Anzeigen zurückschrecken, weil sie sonst aus dem Ort “auswandern” müssten.

Rockenbauer sprach auch von einer Verunsicherung der Gastronomen. Wirte hätten sich auf das absolute Rauchverbot ab Mai 2018 eingestellt. Damit wäre jeglicher Wettbewerbsnachteil verhindert worden, nun entbrenne wieder der Kampf um die Raucherklientel. Die Wirte müssten deshalb auch klagen.

Appell an Nichtraucher, gemischte Lokale nicht zu betreten

An Nichtraucher appellierte er, keine gemischten Lokale ohne getrennte Luftkreisläufe zu betreten, “weil es dort keinen wirklichen Nichtraucherschutz gibt”. Der Rauch sei im Nichtraucherraum auch riechbar und messbar, besonders der gefährliche Ultrafeinstaub. “Gaststätten dürfen nicht zu Zuchtstätten für Lungenkrebs und Co werden”, hielt Rockenbauer fest.

Drei Jahre habe die Übergangsfrist des beschlossenen Nichtraucherschutzgesetzes gedauert “und jetzt vor dem Marathonsieg uns noch zu stoppen, eine gewaltige ‘Watschen’ zu geben, also das ist schon ein starkes Stück dieser Regierung”, zeigte sich Rockenbauer von Schwarz-Blau enttäuscht. Er habe in der Vorwoche ein Schreiben an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis gerichtet und hoffe, “dass er der österreichischen Regierung ‘ein bissl’ auf die Finger klopft”.

APA/Red.

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