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Rasen für den guten Zweck

Von links: Teamleader Florian Lunau, Angelika Layr und Helmut Schwendinger Von links: Teamleader Florian Lunau, Angelika Layr und Helmut Schwendinger - © VOL.AT/Markus Sturn
von Markus Sturn (VOL.AT) - Dornbirn – Angelika Layr und Helmut Schwendinger nehmen nächstes Jahr an der achten Allgäu-Orient-Rallye teil. Neben dem persönlichen Kick motiviert die beiden insbesondere der gute Zweck der Veranstaltung.

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Angelika Layr und Helmut Schwendinger sind alles andere als ein gewöhnliches Paar. Als ich die beiden zum Interview treffe, kommen sie gerade aus Deutschland zurück, wo sie auf dem Hockenheimring ihre Runden gedreht haben. Die 26-jährige Studentin und der 46-jährige Taxiunternehmer sind nämlich begeisterte Motorradfahrer. Anlass des Gesprächs ist freilich ein anderer: Layr und Schwendinger nehmen nächstes Jahr an der Allgäu-Orient-Rallye teil.

Im Mercedes zum Nordkap

Für die beiden ist das die Verwirklichung eines lange gehegten Traums. Schon heuer wollte das Paar an einer Rallye teilnehmen, die dann aber auf Grund  zu weniger Anmeldungen abgesagt werden musste. Kurzerhand entschlossen sie sich, alleine auf die Reise zu gehen. Mit einem alten Mercedes legten sie die 8.500 Kilometer zum Nordkap zurück. Auf dem Weg sammelten Layr und Schwendinger Spenden, die dem Projekt „Fliegen für Kinder“ zugutekommen werden, und ließen Weggefährten auf dem Fahrzeug unterschreiben. Auch das Auto wird einem gemeinnützigen Projekt zur Verfügung gestellt. 

Guter Zweck als Antriebsfeder

Der gute Zweck steht auch bei der Allgäu-Orient Rallye im Vordergrund. Zum Rennen zugelassen sind nämlich nur Autos und Motorräder, die mindestens 20 Jahre alt sind oder nicht mehr als 1111.11 Euro gekostet haben. Nach dem Rennen werden die Klapperkisten versteigert, der Erlös geht an verschiedene soziale und humanitäre Einrichtungen. In den letzten Jahren wurde etwa der Türkische Rote Halbmond unterstützt. Und auch mit dem World Food Programme, den Vereinten Nationen und der jordanischen Allianz gegen den Hunger wurden diverse Projekte auf die Beine gestellt.

Der gute Zweck „gibt dem ganzen einen Sinn“, meint Layr. Sie und ihr Freund haben sich außerdem noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Bis zum Beginn der Rallye sammeln sie gebrauchte Plüschtiere und Spielzeug, die sie auf dem Weg in einem Kindergarten oder einer Schule verteilen möchten: „Wer etwas dazu beitragen möchte, kann sich gerne per Email bei uns melden.” 

Großer Ansturm auf Startplätze

Die besondere Mischung aus Spaß und gutem Zweck stößt auf großen Zuspruch bei den Auto- und Motorradfreaks. Die 111 Startplätze waren heuer binnen zwei Sekunden ausverkauft, erzählt Layr. Dass die beiden noch einen Platz ergattern konnten, haben sie Florian Lunau aus Radolfzell in Deutschland zu verdanken. Er war einer der ersten, die sich für die Allgäu-Orient Rallye angemeldet haben. Gemeinsam mit seinem Freund Thomas Meinel streckte er die 222 Euro Startgebühr vor, die die Veranstalter pro Teilnehmer verlangen. Über ein Internetforum stießen die beiden Deutschen dann auf Layr und Schwendiger. Komplettiert wird das sechsköpfige Team durch die Schweizerin Maike Stoll und Nina Gutzeit aus Deutschland. Ein Name war schnell gefunden: EaSee Riders – in Anspielung auf den heimischen Bodensee. Als Rennwagen müssen ein ausrangiertes Feuerwehrauto und zwei alte BMW herhalten.

Kamel als Hauptpreis

Der Startschuss fällt am 28. April 2013 in Oberstaufen im Allgäu, gute zwei Wochen später findet die Siegerehrung in Amman statt. Die Teilnehmer können die Strecke frei wählen. Autobahnen dürfen sie dabei keine nutzen. Und auch die Verwendung von Navigationssystemen ist ausgeschlossen. Ob Jordanien überhaupt auf dem Landweg zu erreichen sein wird, steht freilich noch nicht fest: Auf Grund der politischen Situation im Nachbarland Syrien werden derzeit mehrere Alternativen diskutiert.

Dem Gewinner winkt als Preis übrigens ein echtes Kamel. Ob sie sich schon überlegt haben, was sie im Falle des Sieges damit machen würden? „Das Kamel ist in den Jahren zuvor immer gespendet worden, und zwar direkt vor Ort an einen Beduinen. Falls wir gewinnen, werden wir auch diese Tradition fortführen“, meint Layr und lächelt.

Aktuelle Informationen gibt’s der EaSee Riders gibt’s auch auf Facebook.

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