Durch Spielgemeinschaft neue Kraft tanken

Von Gemeindereporter Emir T. Uysal
Akt.:
Durch die neue Spielgemeinschaft schweißten die 22 Spielerinnen fest zusammen.
Durch die neue Spielgemeinschaft schweißten die 22 Spielerinnen fest zusammen. - © Emir T. Uysal/Verein
Damenmannschaften FC Blau-Weiß Feldkirch und RW Rankweil 1b fusionierten.

Feldkirch-Gisingen/Rankweil. (etu) Der Frauenfußball im Westen Österreichs hat sich recht spät entwickelt. Während im Osten bereits in den 1970 Jahren viel passierte, benötigte der Westen bis in die späten 1990er Jahre, um die Entwicklung voranzutreiben. Für die Damenmannschaft des Blau-Weiß Feldkirchs startete 2004 als Traudl Göttfried alle interessierten Mädels zusammengerufen hat und am beliebten Milchhofplatz zu trainieren begann. Den ersten Erfolg dürften die BW-Mädels in der U14-Meisterschaft des VFV, wo sie zwei Mal den zweiten Rang belegten. Daraufhin erlebte die Mannschaft einen regelrechten „siegesrausch“: U16-Meisterschaft, U17-Meisterschaft und später in der Landesliga Damen stoßen die talentierten Fußballerinnen auf weitere Erfolge.

Abschied aufgrund Studium
Da aber zu der Zeit leider nicht genügend junge Spielerinnen hinzu kamen und die älteren Mädels mit Beruf und Studium beschäftigt waren, musste die Mannschaft in 2010 zunächst abgemeldet werden. Aber es dauerte nicht lange, bis sich Roland Lampert und Bernd Vigl ein Herz nahmen und einen Neuanfang wagten: Wieder mussten vor allem junge Spielerinnen für den Fußballsport begeistert und ausgebildet werden. Dies gelang den beiden Trainern, sodass sie in der U16-Meisterschaft gleich den dritten Platz belegten. Im Folgejahr wurde die Mannschaft in der U17-Meisterschaft sogar Vizemeister. Anschließend sind die Damen von FC BW Feldkirch schließlich wieder in die Landesliga Vorarlberg eingestiegen, in der sie sich gut behaupteten.

„Auch wenn es Jahr für Jahr schwierig war, einen entsprechenden Kader zusammenzustellen, gelang es doch jedes Mal“, erklärt der Nachwuchsleiter Thomas Schratter. Die Trainingsbedingungen waren nicht rosig: So kamen berufs- und studienbedingt häufig nur fünf bis sechs Spielerinnen zum Training.

„Wieder bergauf!“
Umso überraschender dann der tolle Erfolg in Saison 2014/2015. Die BW-Damen wurden Meister in der Landesliga Vorarlberg und stiegen in die Vorarlbergliga auf. Aber die alten Probleme bestanden weiter. Wieder mangelte es an Spielerinnen. Da es aber auch anderen Clubs ähnlich erging, wurde vom Nachwuchsleiter Schratter der Kontakt nach Rankweil gelegt und man entschloss sich, eine Spielgemeinschaft mit RW Rankweil zu bilden. Einigen Vorbehalten zum Trotz entwickelt sich das Projekt ganz hervorragend. Unter der Leitung wiederum von Roland Lampert und Bernd Vigl wurde aus den BW Damen und der zweiten Mannschaft von RW Rankweil eine erfolgreiche Truppe für die Vorarlbergliga geformt. Aufgrund des guten Erfolges wurde die Vereinbarung auch schon auf das Jahr 2016/2017 ausgedehnt. Positiver Nebeneffekt der Kooperation ist, dass die besten BW-Spielerinnen, Tamara Lampert, Isabell Vigl, Franziska Fend und Eileen Campell auch im Bundesliga Kader der 1. Damenmannschaft von RW Rankweil stehen und durch das Training dort wertvolle Erfahrungen sammeln können.

Was gefällt dir am Verein:

Nina Schrott (Kapitän), Innenverteidigung, 27 Jahre:
Bei unserem Fußballclub sticht der Zusammenhalt besonders hervor. Gerade die Mischung zwischen jungen und alten Spielerinnen macht’s bei uns aus.

Franziska Fend, Torfrau, 18 Jahre:
Durch die Spielgemeinschaft hat unsere Mannschaft wieder neue Kraft getankt, jetzt macht das Training wieder Spaß – das wirkt sich auf dem Feld aus, wir verstehen uns blind.

Stefanie Golacz, Sturm, 21 Jahre:
Aus einigen Vereinsmitgliedern sind richtige Freundschaften entstanden. Es war zwar eine große Umstellung als wir beide Mannschaften zusammenlegten, aber viele Mitglieder haben wieder neue Motivation dadurch erlangt.

Zahlen und Fakten:
2 Mal die Woche trainieren die Damen in Rankweil und Feldkirch.
22 Spielerinnen zählt der Verein.
38 Jahre ist das älteste Mitglied.

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