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Puppen-Bordell in Vorarlberg? Im Land sieht man das kritisch

Puppen statt Frauen auf den Zimmern: Zukunftsmusik?
Puppen statt Frauen auf den Zimmern: Zukunftsmusik? ©VN/Paulitsch, Lumidolls
Lebensechte Sexpuppen verdrängen nun in Europa Prostituierte: In Barcelona hat das erste Bordell nur mit künstlichen Mitarbeitern eröffnet, in der Schweiz gibt es einen Escort-Service. In Vorarlberg gibt man sich kritisch.

120 Euro für eine Stunde mit einer der vier “Damen” in trauter Zweisamkeit, das verlangt das neue Bordell in Barcelona. Das “Angebot” reicht von einer vollbusigen Blondine bis zur burschikosen Dunkelhäutigen. Das Besondere daran: Jede von ihnen ist eine 40 Kilogramm schwere lebensechte Silikonpuppe. Der Anbieter Lumi Dolls garantiert peinliche Sauberkeit, deswegen bitte man auch um die Verwendung von Kondomen. Ansonsten werde man auf alle Kundenwünsche eingehen, auch vonseiten der Puppen.

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unbenannt-1 ©Diese vier Puppen “arbeiten” in Barcelona. – Lumi Dolls

Puppen-Escort in der Schweiz

Befürworter der Sexpuppen als Prostituierte werben nicht nur mit dem Eingehen auf jeden denkbaren Kundenwunsch, sondern auch mit einem möglichen Rückgang bei der Ausbeutung von Frauen, Zwangsprostitution oder Menschenhandel.

Ein vergleichbares Angebot hat es auch schon in die Schweiz geschafft. Im Kanton Sankt Gallen gibt es seit kurzem einen Puppen-Escort-Service. Für 12 Stunden zahlt man 550 Franken, ein ganzer Tag schlägt mit 950 Franken zu Buche, jeweils ohne Anfahrt. Der Dienst umfasst derzeit zwei Puppen, wie Eigentümer Marjakaj und Valdrin Nikaj gegenüber 20min.ch bestätigen. Der Service dient vor allem der Werbung, die Sexpuppen können auch gekauft werden. Die nach Wunsch gefertigten Puppen, sowohl männlich wie weiblich, kosten rund 10.000 Franken.

Vorarlberg reglementiert Prostitution streng

Das Vorarlberger Sittenpolizeigesetz regelt die Prostitution und die Bewilligung von Bordellen im Ländle. Dieses definiert Prostitution als die Ausübung von gewerbsmäßiger (wiederkehrend ausgeübt als Einnahmequelle) Unzucht durch Personen, das Bordell als einzig (sofern genehmigt) legitimer Ort, diese anzubieten. Genehmigt wurde bislang kein Bordell im Ländle. Im Falle der Sexpuppen würde sich jedoch die Frage stellen, ob gewerbsmäßige Unzucht angeboten wird und wenn ja, durch wen.

Land sieht Puppen-Bordell kritisch

“Grundsätzlich würden wir so etwas kritisch sehen”, erklärt Nicole Hämmerle von der Abteilung Inneres des Landes Vorarlberg. Bisher habe die Judikatur die Unzucht so definiert, dass eine Person ihren Körper einer anderen Person zur Befriedigung ihrer sexuellen Bedürfnisse zur Verfügung stelle. Eine Judikatur zu Unzucht mit Puppen gibt es laut der Landesbediensteten nicht.

Frage der Definition von Unzucht

Bei einer Puppe könne man kaum von zwei beteiligten Personen sprechen, jedoch: Im Gesetz selbst ist die Unzucht als solche nicht definiert. Im Einzelfall müsse daher die Landesbehörden entscheiden, ob es sich bei dem Angebot um Unzucht handelt oder nicht. Diese hänge vom genauen Inhalt des Antrags ab, erklärt Hämmerle. Bislang ist beim Land Vorarlberg noch kein entsprechender Antrag eingegangen.

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