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26. Juli 2012 10:06; Akt.: 26.07.2012 10:06

Psychologin als Gauklerin

„Den Hauptteil unserer Gage stellt die Begeisterung der Menschen dar“: Tina Salzgeber von der Gauklergruppe „Tirasaru“. „Den Hauptteil unserer Gage stellt die Begeisterung der Menschen dar“: Tina Salzgeber von der Gauklergruppe „Tirasaru“. - © VOL.AT/ Hofmeister
von VN/Tony Walser - Feldkirch, Schlins – Am morgigen Freitag erobern Gaukler Feldkirchs Altstadt. Schlinserin (31) mischt als Straßenkünstlerin mit.

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Zum 26. Mal verwandeln dabei Zauberer, Musikanten sowie Jongleure die geschichtsträchtigen Straßen der Feldkircher Innenstadt in eine Freiluftmanege. In diesem Jahr haben sich für morgen, Freitag, und übermorgen, Samstag, rund 40 Einzelkünstler und Gruppen aus verschiedensten Nationen angesagt. Ein Drittel der Gaukler, die heuer auftrete werden, sind erstmals in Feldkirch zu Gast. Quer durch die Montfortstadt bespielen die rund einhundert Straßenkünstler zwölf Auftrittsorte. Die Darbietungen der Gaukler sind als mitreißend bekannt und gelten nicht umsonst längst als regelrechter Publikumsrenner: Im Vorjahr wurden mehr als 20.000 Zuschauer gezählt.

Auftritte von Dubai bis Indien

Heuer zum zweiten Mal in Feldkirch mit von der Partie: die sechsköpfige Gaukler- und Künstlergruppe „Tirasaru“ mit Feuertanz und Stelzenlauf. „Feuer ist ein faszinierendes Medium und eine Urkraft“, betont Tina Salzgeber, welche seit zehn Jahren mit ihren Kollegen auf Achse ist. Und dabei als Künstlerin schon um die halbe Welt gereist ist.

„Straßenkunst ist intensiver“

Neben dem Dreiländereck Deutschland, Schweiz und Österreich verstand die Gruppe auch in Indien oder Dubai bei diversen Auftritten Menschenmassen zu begeistern. Für die gelernte Schulpsychologin und Tanzpädagogin („Wir sind die erste Feuerrockband der Welt. Statt Instrumenten lassen wir das Feuer spielen“) ist die Straßen- und Bühnenkunst „kreative Arbeit“ und bereitet der überzeugten Vegetarierin „viel Spaß und Lebensfreude“. Wobei die Straßenkunst mit Bühnenauftritten aus ihrer Sicht nicht verglichen werden kann. „Die Straße ist für mich wesentlich spannender und intensiver, weil der Kontakt mit dem Publikum ausgeprägter ist.“ Apropos Publikum: Den Hauptteil der Gage stellt für die Schlinserin die große Begeisterung der Menschen dar. Auftritte vor mächtigen Zuschauermassen können die Schulpsychologin nicht mehr aus der Ruhe bringen. „Lampenfieber hatte ich einmal, aber das ist schon lange her“, sagt die selbstbewusste Schlinserin.

Zur Person

Tina Salzgeber
Tänzerin der Gruppe „Tirasaru“, die beim Feldkircher Gauklerfestival mitmacht. 

Geboren: 30. Mai 1981
 

Beruf: Psychologin
 
Laufbahn: Volks- und Hauptschule, BORG Feldkirch, Universitätsstudium Innsbruck, seit 2009 freie Dienstnehmerin beim schulpsychologischen Dienst Dornbirn; Tanzpädagogin und seit zehn Jahren auf Festivals im In- und Ausland auf Achse
 
Lebensmotto: „Verrückte haben’s auch nicht leicht.“



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