Psychiatrisches Gutachten: Esti ist "brandgefährlich"

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Die mutmaßliche Doppelmörderin Estibaliz C. ist laut psychiatrischem Gutachten nach wie vor gefährlich. Die mutmaßliche Doppelmörderin Estibaliz C. ist laut psychiatrischem Gutachten nach wie vor gefährlich. - © APA
Die psychiatrische Sachverstädnige Adelheid Kastner hält die mutmaßliche Doppelmörderin Estibaliz C. laut Gutachten für "brandgefährlich". Die Wahrscheinlichkeit, dass die Eissalon-Betreiberin im Fall ihrer Entlassung wieder einschlägig straffällig wird, liegt bei über einem Drittel.

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Die übliche Rückfall-Quote bei Mördern liegt demgegenüber deutlich im einstelligen Prozentbereich. Im Hinblick darauf hat Kastner in ihrer Expertise die von der Staatsanwaltschaft an sie gerichtete Frage bejaht, ob bei Estibaliz C. die Gefährlichkeitsprognose Anlass dafür wäre, im Fall ihrer Verurteilung zusätzlich die zeitlich unbefristete Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher zu veranlassen.Das geht aus einem psychiatrischen gutachten hervor, das bisher nicht veröffentlicht wurde.

Eissalonbesitzerin Esti hat hohe Rückfallquote

Die Psychiaterin bescheinigt der 34-Jährigen eine "kombinierte Persönlichkeitsstörung mit abhängigen, narzisstischen, histrionischen und disozialen Komponenten" und "massive Defizite, was die Fähigkeit zum emotionalen Einfühlen in andere betrifft". Kastner geht in ihrem Gutachten davon aus, dass Estibaliz C. auch zukünftig "Tötungsdelikte an Beziehungspartnern" zuzutrauen sind, "die den an sie gestellten Anforderungen nach emotionaler Befriedigung und weitreichender emotionaler Versorgung nicht bzw. zunehmend nicht entsprechen, die sich aber weigern, den Weg frei zu machen für potenziell ergiebigere andere".

Mordprozess startet am 19. September

Nachdem seit Anfang September die Anklageschrift gegen die Frau vorliegt, die im April 2008 ihren Ex-Mann Holger H. und im November 2010 ihren Lebensgefährten Manfred H. getötet, zerstückelt und die Leichenteile im Keller ihres Eissalons "Schleckeria" in Wien-Meidling einbetoniert haben soll, wurden nun die Verhandlungstermine fixiert. Der aufsehenerregende Mordprozess startet am 19. November. Richterin Susanne Lehr hat im Großen Schwurgerichtssaal drei Verhandlungstage vorgesehen, wobei der erste ausschließlich für die Einvernahme der Angeklagten reserviert ist. Zahlreiche Zeugen und Sachverständige werden am 20. November erwartet. Das Urteil sollte laut derzeitigem Prozessfahrplan am 21. November fallen.

(APA/red)

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