Protestkundgebung fiel ins Wasser

Von Gemeindereporter Helmut Welte
Die geplante Demo fiel ins Wasser.
Die geplante Demo fiel ins Wasser. - © hw
Die Eltern vom Flözerweg fühlen sich im Stich gelassen – Protestkundgebung war geplant

Wegen der unbefriedigenden Schulwegsituation haben die Eltern der Flözerwegsiedlung in einer Petition an die Gemeinde die Einführung eines Schulbusses gefordert. Der Gemeindevorstand hat dies abgelehnt. „Als Begründung wird ein Gesundheitsargument vorgeschoben: Die Kinder mögen doch zu Fuß gehen“, kritisiert der SPÖ-Gemeindevertreter Werner Nesensohn, der die Eltern in dieser Angelegenheit unterstützt. Dass als kleines Entgegenkommen lediglich ein Schülerlotsendienst eingerichtet werden soll, ist für ihn zu wenig.

Protestkundgebung fiel ins Wasser

Rund 10 betroffene Mütter wollten deshalb am Mittwoch, im Zuge einer Landbus-Infoveranstaltung am Ranweiler Marktplatz offen ihren Unmut kundtun und eine kleine Protestkundgebung abhalten. „Wir fühlen uns vom Bürgermeister im Stich gelassen. Vielleicht werden wir endlich gehört, wenn wir in Form einer Kundgebung auf unser Anliegen hinweisen“, so Cemile Sarar.
Doch dazu kam es nicht. Seitens der Gemeindepolizei wurden die Frauen höflich darauf hingewiesen, dass die Demonstration nicht angemeldet sei und deshalb nicht durchgeführt werden dürfe. „Solltet ihr diese trotzdem wie geplant durchführen, müsst ihr mit einer Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft rechnen“, hieß es von Seiten der Ordnungshüter. Nach einer doch etwas hitzigen Diskussion, wurde die Kundgebung schlussendlich abgeblasen und die Frauen verließen unverrichteter Dinge den Rankweiler Marktplatz.
In der Zwischenzeit mussten die betroffenen Eltern aber auch erkennen, dass sie nur mit geringer Unterstützung seitens der Rankweiler Bevölkerung rechnen können.
Mit Argumenten wie „Zahlt halt pro Familie im Monat 20 Euro, dann könnt ihr euren Bus haben. Wegen dieser kurzen Distanz, welche für die Kinder auch noch gesund ist, kann nicht die Öffentlichkeit zur Finanzierung herangezogen werden“, oder „Wir mussten früher den 3-fachen Weg gehen, wie ihr wahrscheinlich auch. Es ist eine Frechheit für die kurze Distanz einen Bus zu fordern“.
Bevor die Mütter den Ort der geplanten Protestkundgebung verließen, wurde ihnen noch die Rute ins Fenster gestellt. „Wenn ihr keine anderen Probleme habt, dann schätz euch glücklich. Ich würde die Inanspruchnahme eines Busses bei weniger als einem Kilometer Schulweg sowieso verbieten“, so die Rankweilerin ehe sie sich auf den Fußweg ins Oberdorf (Nähe Flötzerweg) machte.

 

 

 

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