Prometheus - Trailer und Kritik zum Film

Von Jeannine-Beatrice Riepl
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Prometheus - Trailer und Kritik zum Film
Science-Fiction Filme gibt es ja zur Genüge, nun ist es wieder Ridley Scott, der mit seinem Film „Prometheus“ die Kinoleinwand mit Aliens und Explosionen erschüttert. Dabei gibt es allerdings wenig Neues zu sehen.

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Prometheus wird in der griechischen Mythologie als der Freund und der Kulturstifter der Menschen bezeichnet. Genau diesen Namen hat auch das Raumschiff, welches sich mit einer Crew von Wissenschaftlern zu einer Expedition aufmacht um nach den Ursprüngen des menschlichen Lebens zu suchen. Die Forschungsreise wird dabei im Auftrag von Weyland Industries, vertreten durch Meredith Vickers (Charlize Theron) und dem Androiden David (Michael Fassbender), durchgeführt. Die treibenden wissenschaftlichen Kräfte der Expedition sind hauptsächlich die Forscherin Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green). Das Paar ist davon überzeugt kurz vor der Lösung der Frage nach dem Beginn der Menschheit zu sein, haben sie doch weltweit mysteriöse Zeichen in unterschiedlichsten Epochen der frühen Geschichte entdeckt. Im Zuge der Expedition geraten sie schließlich auf einen Planeten, der einiges an dunklen Geheimnissen und schrecklichen Überraschungen bereithält.

"Prometheus" - die Kritik

Ridley Scott schafft es mit „Prometheus“ sämtliche Klischees, welche man in einem actiongeladenen Science-Fiction Film vereinen kann, zu bedienen. Von der wissenschaftlichen Crew über den hinterhältigen Androiden bis zu den schleimigen Aliens und der kleinen Liebesgeschichte ist neben viel Action und Explosionen alles dabei.

Charlize Theron gibt sich in der Rolle der Meredith Vickers betont kaltherzig und gefühllos, Michael Fassbender spielt die Rolle des Androiden David zwar gut, was aber leider nicht die flache Story rettet. Die Charaktere sind eindimensional und man bekommt leider nicht die Chance so richtig hinter die verschiedenen Motivationen der Figuren zu blicken. Vor allem über jene Wissenschaftler, die als Nebenfiguren agieren erfährt man so gut wie gar nichts, außer dass sie eben auch an der Expedition beteiligt sind. Die Liebesbeziehung zwischen Elizabeth und Charlie wird zwar naturgemäß in diesem Genre nicht besonders ausgereizt, dennoch könnte auch diese ein bisschen mehr Tiefe vertragen. Elizabeth ist der starke Frauencharakter in „Prometheus“, ist sie doch in der Lage sich über alle Gefahren hinwegzusetzen und sich sogar eigenhändig den Alienfötus aus der Gebärmutter zu schneiden, was sie allerdings nicht daran hindert stetig weiterzukämpfen. Auch die Aliens geben nicht wirklich Neues her, denn sowohl das Aussehen, als auch die brutale Gewalt und vor allem der viele Schleim erinnern an Science-Fiction Klassiker oder auch die Men in Black-Reihe. Auch die Story bietet leider nicht wirklich viel, geht es hier doch eher um die Action und die dementsprechenden Effekte. Die Special Effects sind allerdings richtig eindrucksvoll, Ridley Scott zeigt hier was er kann und liefert somit jede Menge actionreicher Szenen, egal ob es sich um eine gewaltige Explosion oder einem monströsen Sturm handelt.

Das Fazit

„Prometheus“ gehört sicherlich nicht zu dem besten Film, bei dem Ridley Scott Regie geführt hat, dafür werden einfach zu viele Klischees bedient. Wer sich eine Story mit viel Inhalt, Figuren mit Tiefe und Innovationen im Bereich Science-Fiction erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden. Wem es allerdings vor allem um gute Special Effects geht und eindrucksvolle Actionszenen, der wird bei „Prometheus“ genau das bekommen und zufrieden aus dem Kino gehen.
Kinostart: 10. August 2012(JRI)

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