Privater Autoverkehr verbraucht fast 140 Mio. Liter Sprit pro Jahr

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Privater Autoverkehr verbraucht fast 140 Mio. Liter Sprit pro Jahr
Wien -  Der Vorarlberger Verkehr verbraucht viel Energie, die Abhängigkeit vom Erdöl ist hoch. Das zeigt eine aktuelle VCÖ-Untersuchung. Erfreulich ist, dass seit dem Jahr 2006 der Spritverbrauch der privaten Pkw gesunken ist.

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Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass in Vorarlberg der Spritverbrauch des privaten Pkw-Verkehrs zwischen den Jahren 2000 und 2006 stark gestiegen ist. Im Jahr 2000 verbrauchten die Pkw der privaten Haushalte in Vorarlberg rund 123,5 Millionen Liter Sprit, im Jahr 2006 waren es 149 Millionen Liter. Im Jahr 2008 war der Spritverbrauch mit 138,9 Millionen Liter bereits deutlich niedriger, so der VCÖ. In Summe wurde im Jahr 2006 mit den Vorarlberger Pkw 2,0 Milliarden Kilometer gefahren, im Jahr 2008 waren es mit 1,9 Milliarden um beachtliche 100 Millionen Kilometer weniger. Damit wurden 25.250 Tonnen CO2 vermieden. Aber: Die CO2-Emissionen des Verkehrs sind nach wie vor hoch. Im Jahr 2008 verursachte der private Pkw-Verkehr Vorarlbergs rund 731.000 Tonnen CO2.

"Die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger setzen zunehmend auf eine energie- und kostensparende Mobilität. Es wird mehr mit dem Rad gefahren und öffentliche Verkehrsmittel werden verstärkt genutzt", so VCÖ-Experte DI Martin Blum. Im Vorarlberger Verkehrsverbund ist die Zahl der Fahrgäste zwischen den Jahren 2004 und 2008 um rund 60 Prozent gestiegen. Im Jahr 2008 wurden 75 Millionen Fahrgäste gezählt. In Sachen Radfahren hat Vorarlberg seit Jahren eine Vorreiterrolle in Österreich, betont der VCÖ. Auch der Anteil von Elektrofahrzeugen ist im Ländle am höchsten.

"Jeder zweite Weg, der derzeit noch mit dem Auto zurückgelegt wird, ist kürzer als fünf Kilometer", sagt Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser. Hier sieht Rüdisser ein großes Einsparpotenzial - mit einem Mix von Maßnahmen setze hier das Land den Hebel zur Senkung des Energieverbrauchs an: "Einerseits wollen wir den - ohnehin schon hohen - Radverkehrsanteil weiter anheben und andererseits weiterhin in die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs investieren." Impulse für die zukünftige Entwicklung erwartet sich Landesrat Rüdisser auch von beiden Elektromobilitäts-Projekten "Landrad" (Fahrrad) und "Vlotte" (Auto).

Das Potenzial für eine noch energiesparendere und kostengünstigere Mobilität in Vorarlberg ist groß, wie das folgende Beispiel des VCÖ zeigt. Ein einziger Pendler, der von Feldkirch nach Bregenz mit der Bahn statt mit dem Auto zur Arbeit fährt, spart pro Jahr 1.200 Liter Sprit  und beachtliche 2,7 Tonnen CO2. Zudem ist die Bahn-Jahreskarte um rund 1.000 Euro günstiger als alleine die Spritkosten beim Auto ausmachen.

"Der Energieverbrauch des Verkehrs kann weiter verringert werden. Ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz und eine Verkehrsplanung der kurzen Wege mit einer guten Infrastruktur zum Gehen und Radfahren ermöglichen eine energiesparende  Mobilität", nennt VCÖ-Experte Blum zentrale Punkte. Bei Elektro-Fahrzeugen ist wichtig, dass der dafür verwendete Strom aus erneuerbaren Quellen kommt.

Vorbildhafte Projekte, die den Energieverbrauch im Verkehr verringen und energiesparende Mobilität fördern, werden beim VCÖ-Mobilitätspreis 2010, der unter dem Motto "energy.change.mobility" steht, gesucht. Der VCÖ-Mobilitätspreis ist der größte Wettbewerb für nachhaltige Mobilität in Vorarlberg und wird in Kooperation mit dem Land Vorarlberg und dem Postbus durchgeführt. Der VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg wird auch vom Verkehrsverbund Vorarlberg, Rhomberg und der Vorarlberger Kraftwerke AG unterstützt. "Der VCÖ-Mobilitätspreis bringt jährlich viele innovative Ideen hervor, gerade aus diesem Grund ist er so wichtig und ich bin froh, dass wir von der ÖBB-Postbus GmbH diese Aktion unterstützen können", betont Gerhard Mayer, Regionalmanager der ÖBB-Postbus GmbH.

Am VCÖ-Mobilitätspreis Vorarlberg können Betriebe, Gemeinden, Unternehmen, Schulen, Universitäten und Organisationen aus Vorarlberg mit umgesetzten Projekten teilnehmen, die den Energieverbrauch des Verkehrs verringern. Für Privatpersonen gibt es einen eigenen Ideenwettbewerb. Auch Videos können beim VCÖ-Mobilitätspreis eingereicht werden. Die Einreichunterlagen zum Mobilitätspreis gibt es im Internet unter www.vcoe.at und beim VCÖ unter (01) 893 26 97. Einreichschluss ist der 30. Juni 2010.

Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2010

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