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Prächtiges aus dem Meer

Mal rund, mal oval, mal asymmetrisch oder abstrakt, aber immer schimmernd – Perlen sind einzigartige gewachsene, organische Wesen, die seit Jahrtausenden verzaubern. Ihre außerordentliche Wandelbarkeit macht sie zum schmucken Star.
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Die alten Römer hielten sie für gefrorene Tränen der Auster oder Götter. Zur Entstehung von Perlen schreibt der belesene Plinius der Ältere fantasievoll, es sei „Tau“, der in die Muscheln käme und je nach Qualität des Taus, wären auch später die in der Muschel entstandenen Perlen. Die Muschel hätte eine gewisse „Ahnung“ davon, dass man nach ihren Perlen suchen würde, deshalb würde sie sich bei Annäherung einer Hand sofort schließen und meist in Felsritzen sitzen, wo sie oft von Haien beschützt werde. Mittlerweile hat die Wissenschaft die wahre Entstehungsgeschichte der Perle identifiziert. Sie zeigt die Kraft der Natur, mit einem chronischen Reizstoff oder Störelement umzugehen und daraus ein Produkt der Schönheit zu kreieren.

Wirbelloses Weichtier.
Nüchtern betrachtet könnte man auch sagen, Perlen sind das prächtige Ergebnis wirbelloser Weichtiere.Doch erst mal der Reihe nach: Die innere Schicht der Schale besteht aus einem Perlmuttüberzug. Wenn nun ein Fremdkörper wie z. B. ein Parasit oder Sandkorn in die Muschel eindringt, wird es vom Mantelgewebe umschlossen, indem rundherum Perlmutt abgesondert wird. Ziel des Vorgangs ist es, die Irritation durch den „Eindringling“ abzumildern. Es bildet sich die Perle. Dieser natürliche Mechanismus wird auch in der Perlenzucht genutzt, bei der bewusst Fremdkörper in die Muscheln eingesetzt werden.

Perlenbildende Muscheln existieren im Meer und Süßwasser. Die hierzulande heimische Flussperlmuschel ist in den letzten Jahrzehnten aufgrund der Wasserverschmutzung ausgestorben.

Frage der Qualität.
Je nachdem wie dieser Entstehungsprozess abläuft, entstehen unterschiedlich geartete Naturprodukte, die in verschiedene Qualitäten unterteilt werden. Juwelier Andreas Kopf erklärt: „Perlen werden bewertet nach Typ beispielsweise Akoya, Südsee, Tahiti, Ming, Größe, Form, Oberfläche, Farbe und Lüster. Die Bewertung von einem Perlgutachter ist nicht ganz einfach und erfolgt anhand von Vergleichsperlen.“ Wichtig ist auch, dass die Perle lange genug Zeit hatte, in der Muschel zu wachsen. Dadurch ergibt sich eine deutlich dickere Perlmuttschicht mit einem schöneren Lüster und gleichzeitig eine robuste und widerstandsfähige Perle.

Natürliche Alchemie – Das unendliche Farbspektrum ist das Ergebnis natürlicher Alchemie: Temperatur, Tiefenlage, die Farbe der Muschel sowie Salz- und Mineralgehalt des Wassers, sind nur einige Kriterien, die für die spätere Farbgebung verantwortlich sind.

Passt immer.
Die Perle ist ein unbeschreibliches Beispiel der Natur, sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Doch wie sieht es trendtechnisch aus? Die Antwort ist eindeutig: Es ist an der Zeit, die Perlen wieder aus der Schatulle zu holen. Die romantischen Meeresschätze werden jetzt lässig zu Jeans und Sweatshirt getragen und sind das Lieblingsaccessoire der Designer. Das Argument, Perlen passen zu allem, besitzt absolut Gültigkeit. Der Perlenspezialist Andreas Kopf aus Götzis berichtet, welche Farben und Formen derzeit hoch im Kurs stehen: „Es wird wieder etwas bunter. Zudem sind früher unmögliche Kombinationen absolut in. So ergeben z. B. Südsee- und Tahiti- mit Mingperlen an einem Perlstrang eine ungewohnte Optik und spielen mit dem Gedanken des klassischen Perlencolliers auf ganz freche Art und Weise.“ Unter anderem stammen die Südseeperlen aus den Gewässern von Australien und Indonesien, Tahitiperlen aus Französisch Polynesien, Fijiperlen aus dem wunderbaren Fiji, Akoyaperlen aus Japan und Mingperlen aus China.

Richtige Pflege.
Ganz viel tragen! Als reines Naturprodukt liebt die Perle die natürliche Feuchtigkeit der menschlichen Haut und fühlt sich getragen besonders wohl, so Andreas Kopf. Fernhalten von den zarten Naturgeschöpfen sollte man dagegen Cremes, Haarspray und ähnliche chemische Substanzen. Wenn die Perle nicht getragen wird, einfach mit einem trockenen Mikrofasertuch abwischen und in einer Schmuckschatulle aufbewahren.

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