Siegbert Denz: "Die Polizei hat sich bewegt. Wir sind transparenter geworden." - © VOL.at/Bernd Hofmeister
Denz: Die Polizei hat sich bewegt. Wir sind transparenter und offener geworden. Damit meine ich, dass wir offensiv auf unsere Kommunikations- und Systempartner zugegangen sind.
Denz: Bei Fällen von Kindesmissbrauch arbeiten wir eng mit der Jugendwohlfahrt und dem IfS, den Kinderschutzgruppen und den Ärzten zusammen. Unsere speziell ausgebildeten Polizisten kooperieren mit den Experten. Die Folge: eine professionelle Aufarbeitung der Fälle.
Denz: Mit der IfS-Einrichtung „Klartext“ konnten wir ein österreichweit einzigartiges Projekt initiieren. Wir begleiten die Männer, die mit einem Betretungsverbot belegt und ihres Wohnorts verwiesen wurden, über eine längere Zeitspanne. Auf diese Weise helfen wir nicht nur den Opfern, sondern auch den Tätern.
Denz: Das ist ein permanenter Prozess. Das Umdenken soll schließlich erst einmal überall anerkannt werden. Das bedeutet auch, dass die Führungskräfte mehr Eigen- und Ergebnisverantwortung wahrnehmen müssen.
Denz: Indem präventiv gehandelt wird. Wenn beispielsweise eine größere Diskothek in einer Gemeinde eröffnet, dann sind sämtliche Sicherheitsaspekte bereits im Vorfeld zu erörtern. Nicht erst im Nachhinein.
Denz: Die Kriminalität wird immer mobiler. Täter kennen im wahrsten Sinne keine Grenzen mehr. Daher bemühen wir uns um schnelle, grenzüberschreitende Kommunikationswege.
Denz: Das ist in der Sache richtig. Die Reorganisation ist sinnvoll.
Denz: Ich setze mich mit diesem Thema auseinander, wenn die Ausschreibung erfolgt ist. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass bei Reorganisationen auch Arbeitsbereiche geschaffen werden, die neue Herausforderungen mit sich bringen.
Denz: Die Polizei soll zukünftig fit und kompetent in die Zukunft gehen. Dazu braucht es natürlich viele motivierte und konstruktive Führungskräfte mit Weitblick, die die Veränderungen in den Strukturen und auch in den Arbeitsmethoden befürworten.