10. April 2008 04:50; Akt.: 10.04.2008 04:50

Politiker im Energie-Test

Politiker im Energie-Test
Schwarzach – Der Klimaschutz wird in der Verfassung verankert und jedes Haus soll zukünftig einen Energieausweis erhalten, der über das Energienutzungsverhalten des Eigenheims Auskunft gibt. (6 Kommentare)

Maßnahmen, die dem Klimawandel Einhalt gebieten sollen. Doch halten sich unsere Landespolitiker selber an die ambitionierten Richtlinien? Die „VN“ und Thermografie-Experte Gebhard Bertsch prüften vor Ort nach. Unter optimalen Außenverhältnissen brach die Thermografiekamera des Experten Baumängel zum Vorschein, die mit freiem Auge nicht zu erkennen sind. „Eine exakte Beurteilung“, betont der Experte jedoch, „ist nur mit einer zusätzlichen Innen-Thermografie möglich.“

Die Testergebnisse

Herbert Sausgruber: Das Haus von Landeshauptmann Herbert Sausgruber hat laut Bertsch an mehreren Stellen mit deutlichem Wärme- und Energieverlust zu kämpfen. „Besonders der Bereich des Dachfirsts deutet auf Baumängel hin“, betont er. Auch im Übergang zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss sei deutlich eine „Wärmebrücke“ auszumachen. „Sowas versucht man heute bei Neubauten zu vermeiden“, sagt der Experte. Er würde dem Landeshauptmann empfehlen, das Haus nachzudämmen.

Elke Sader: Der Experten-Ratschlag an Elke Sader fällt ähnlich aus. „Die Fenster sind schlecht. Hier ist ein deutlicher Energieverlust auszumachen“, schildert Bertsch. Auch die Dämmug weise erhebliche Mängel auf, da trotz der hinterlüfteten Fassade Wärmeverlust an der Außenwand auszumachen sei. „Das kann natürlich auch daran liegen, dass manche Räume überdurchschnittlich stärker beheizt sind als andere“, so der Ökoberater.

Dieter Egger: Nichts zu kritisieren fand Bertsch hingegen am Haus von Dieter Egger. „Das Gebäude erfüllt sicherlich den neuesten Stand der Technik“, betont der Experte. Da es sich um das neueste aller getesteten Häuser handle, sei das auch nicht verwunderlich. Trotzdem: „Nichts zu bemängeln“, lobt Bertsch.

Johannes Rauch: Obwohl im Test das älteste Haus, finden sich auch bei Johannes Rauch keine groben Mängel. Einzig im Bereich des Dachfirsts gehe überdurchschnittlich viel Wärme verloren. „Besonders gut sind hingegen die Fenster“, erklärt Bertsch. Eine genaue Beurteilung sei aufgrund der geschindelten Fassade jedoch nur schwer möglich.



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