PKK-Kämpfer sprengten Ölpipeline in der Türkei

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Kurdische Rebellen haben im Südosten der Türkei eine Ölpipeline gesprengt. Die vom nordirakischen Kirkuk zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan führenden Leitung sei seit der Nacht unterbrochen, berichtete das türkische Staatsfernsehen TRT am Montag.

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Der Anschlag, der dritte seit Jahresbeginn, ist demnach in der türkischen Provinz Mardin verübt worden, nördlich der Grenze zum Nachbarland Syrien. Die der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) nahestehende Nachrichtenagentur Firat berichtete, kurdische Kämpfer hätten den Anschlag verübt.

Im Osten der Türkei waren bei Gefechten zwischen PKK-Kämpfern und dem Militär mindestens 23 Menschen getötet worden, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi am Sonntag berichtete. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach Angaben von Ministerpräsident Erdogan bei Kämpfen insgesamt 115 Angehörige der PKK getötet. PKK-Kämpfer haben in den vergangenen Tagen mehrfach Posten der türkischen Sicherheitskräfte angegriffen.

Die PKK hatte im April 2009 angekündigt, ihre bewaffneten Aktivitäten vorübergehend einzustellen. 2010 kündigte sie aber einen verstärkten Kampf gegen den türkischen Staat an und erklärte eine einseitig erklärte Waffenruhe für hinfällig.

Aufwind erhalten die kurdischen Aufständischen vor allem durch die Situation in Syrien. Durch die Destabilisierung des Landes konnten sich kurdische Separatisten in den kurdisch besiedelten Nordregionen Syriens festsetzen. Bereits jetzt gehen Gerüchte über eine verstärkte Zusammenarbeit der syrischen Kurden mit den irakischen um. In der Türkei selbst gerät ob der neuen Lage der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu immer stärker in die Kritik. Ihm wird in der Presse wegen seines Einsatzes für den Assad-Sturz - und der damit zusammenhängenden Destabilisierung des Nachbarlandes - übereifriger Ehrgeiz unterstellt. Weiters habe sich die Türkei zum Spielball westlicher Interessen machen lassen. Die neue Lage sehe nun so aus, dass man, die irakischen und syrischen Kurdengebiete zusammengerechnet, bereits eine 1200 Kilometer lange Grenze zu "Kurdistan" habe.

Die Syrien-Agenda könnte nun mit voller Wucht auf die Türkei zurückfallen. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass kurdische Aktivisten in Syrien und dem Irak in die türkischen Kurdengebiete ausgreifen wollen.

 

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