Petrijünger fischen nicht im Trüben

Von Gemeindereporter Gerty
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Bevor es ans Fischen geht, muss ordentlich viel gelernt werden. Bevor es ans Fischen geht, muss ordentlich viel gelernt werden. - © Verein / Gerty Lang
Vereine im Fokus: Fischereiverein Hohenems – Altach – Lustenau     Der Fischereiverein Hohenems/Altach/Lustenau erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Hohenems/Lustenau. „Bereits um das Jahr 1949/50 befischten einige Petrijünger den alten Rhein.

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Ebenfalls das Revier Hohenems, um Emsbach und Koblacher Kanal, wo es damals noch kapitale Forellen gab“, ist in der Chronik nachzulesen. „Es ist eine Kunst am richtigen Tag mit der richtigen Farbe zu fischen. Und der größte Wels, der in unserem Verein gefangen wurde, hatte eine Länge von zwei Metern“, schmunzelt Obmann Gerd Rüdisser. Ob es sich dabei um Fischerlatein handelt? Der Wahrheit entspricht auf jeden Fall, dass für die Jungfischer so manches geboten wird.

Nachtfischen

Zu Ferienbeginn trafen sich 15 Jungfischer des FV Hohenems zum Nachtfischen im Bad Rheinauen. Angelköder wurden auf Friedfische und diverse nächtliche Räuber ausgelegt. Der Fang war zwar nicht berauschend, aber dafür die Stimmung gut. Vor allem, da Jugendwart Manuel Perner die von ihm beaufsichtigte Gruppe mit Episoden aus seinem Leben als Fischer begeisterte. Ein gemeinsames Frühstück im Vereinsheim ließ die Kälte der Nacht schnell vergessen. Bevor man jedoch Jungfischer wird, absolviert man einen Theorie- und Praxiskurs, in dem verschiedene Angelmethoden, Fischarten, die gesetzlichen Bestimmungen und das Revier vorgestellt wird. Der Filettierkurs für die Zehn- bis Sechzehnjährigen erfordert einiges an Geschick, damit nicht Fisch mit Finger verwechselt wird. Aber auch ein Jugendanglertag, der vom Landesfischereiverband organisiert wird sowie ein Gemeinschaftsfischen mit den Dornbirnern, erfreuen sich größter Beliebtheit.

Betreuung eines großen Reviers

Das Revier 45, vom Kopfloch in Altach bis zum Schreber in Lustenau, teilen sich die Hohenemser mit den Altachern und Lustenauern. Doch bei den Fischern dreht sich nicht alles nur um Zander, Wels und Aal sondern auch die Wege werden vom Fischereiverein unentgeltlich in Ordnung gehalten; mit dem Ziel der Renaturierung. Damit bekommen Fische und Lurche wieder Laichmöglichkeiten in Flachwasserzonen.

Müllsünder

Eine weitere Aktivität der Jugendgruppe ist die jährliche Uferreinigung im Frühjahr, an der sich heuer 35 Jungfischer und 10 Erwachsene beteiligten. „Es ist wirklich erschreckend, was sich hier ansammelt. Müll wird einfach an den Uferwegen nach Festivitäten  liegengelassen“, ist Obmann Gerd Rüdisser erbost über so viel Unverfrorenheit. „Auch Hundekotsäckchen werden einfach ins Gebüsch geworfen.“ Eine zweite Uferreinigung findet im Herbst durch die Erwachsenen statt. An die 15 Aufseher sind regelmäßig bei Kontrollgängen unterwegs, um Müllsündern auf die Schliche zu kommen. „Mein Appell an die Stadt wäre, endlich Mülltonnen aufzustellen, denn die Selbstdisziplin der Leute, ihren Müll wieder mit nach Hause zu nehmen, kann man vergessen.“

Dank der fleißigen “Müllmänner” leisteten die Jugendfischer einen wichtigen Beitrag für einen sauberen Alten Rhein – zumindest für einige Tage. . .

 

 

 

Vereinsfakts:

Fischereiverein Hohenems/Altach/Lustenau

Unterer Rheindammweg 3

Tel. 0680 1233766, www.fv-hohenems.at

1958 Vereinsgründung

167 Mitglieder

75 Jugendfischer

600 Fischer haben eine Jahreskarte

 

 

Warum bist du im Fischereiverein

 

Gerd Rüdisser, Obmann

Seit meiner Jugend bin ich dabei. Ich bin gerne im Freien und arbeite gerne für die Natur. Als Belohnung erhalte ich ein gesundes Produkt aus einem gesunden Gewässer. Fischen bedeutet für mich abzuschalten.

 

Manuel Perner, Jugendwart

Man ist in der Natur, kann diese beobachten und es macht Freude, jungen Menschen das nahe zu bringen und ihnen auch etwas beizubringen. Für mich bedeutet Fischen Erholung nach der Arbeit, die Ruhe zu genießen.

 

Wolfgang Jaud, Kassier

Ich bin durch meinen Vater vorbelastet und fische bereits von Kindesbeinen an. Vorrangig ist die Erholung und nicht der Fang. Der Alte Rhein gehört zu den schönsten Fischgebieten Vorarlbergs und für mich bedeutet Fischen ein Stück Lebensgefühl.

 

 

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