Petra Ott: “Nervenzusammenbruch” bei Katzen nach Umzug und Babys

Wiens Katzenflüsterin sei dank: Wilhelm und Mors können wieder aufatmen
Wiens Katzenflüsterin sei dank: Wilhelm und Mors können wieder aufatmen - © Pixabay (Sujet)
Ein schwerer Einsatz für die Katzenflüsterin in Wien-Donaustadt: Petra Ott wurde in einem extremen Fall von Unsauberkeit zweier gestresster Kater in höchster Not zur Hilfe geholt. “Die Lage war schon sehr verzwickt!” so die Expertin.


Diesmal berichtet die Wiener Katzen-Coach-Lady von einem schon fast nicht mehr zu rettenden Katerpärchen. Unsauberkeit im ganzen Haus auf drei Etagen auf jeder Oberfläche und in jeder Richtung waren die Folgen von Veränderungen, mit denen die beide Stubentiger nicht zurecht kamen. Wie trotzdem alles gut wurde, hat sie uns erzählt.

Ein schwerer Fall für Katzen-Coach Petra Ott

“Dieser Einsatz im 22. Wiener Gemeindebezirk war höchst spannend. Ich wurde von einem sehr angespannten Katzenpapa angerufen, der selbst schon die Nerven zwischenzeitlich verloren hatte. Er sagte zu mir, dass er selbst und seine Frau ihre beiden Katzen Wilhelm und Mors ja sehr lieben würden, aber dass das so keine Lösung mehr sei.

Vor Ort schaute ich mir dann die genaue Situation an. Wirklich liebe und harmonische Menschen habe ich getroffen, von den Katzen keine Spur. Spuren weniger erfreulicher Art gab es dafür reichlich, und zwar Urinspuren! Einfach überall fanden sich diese, vertikal und horizontal, egal ob Teppich, Fliesen, Holz, Wände, Sofa, eigentlich auf allem. Tag und Nacht waren die beiden verzweifelten Katzenhalter am Putzen – es werde aber immer schlimmer mit den beiden Samtpfoten, so ihre Aussage.

Vierfaches Trauma für Katzen durch Umzug und Co.

Tja, dann ließ ich mir die Geschichte dazu erklären. Die Katzen waren zuerst da und wohnten mit ihren Menschen in großer Harmonie in einer Wohnung. Die Familienplanung schritt indessen voran, und nach dem ersten Kind folgte das zweite Kind. Die Wohnung wurde zu klein, und so zog man mit Kind und Kegel in ein wunderschönes Haus am Stadtrand.

Bis dahin klingt das ja alles wirklich sehr gut. In uns Menschen steckt der Trieb nach Freiheit und diese Freiheit wollen sie auch ihren Felllieblingen gönnen mit einem Freigang. So ist es auch hier passiert. Doch dass das schiefgehen musste, liegt  aus tierpsychologischer Sicht leider auf der Hand.

Ich fasse zusammen, was für die Katzen zu Stress führte:

  1. Trauma durch Babys. Kleine Kinder schreien, bewegen sich schnell und können auch von ihrer Motorik her sehr grob sein.
  2. Trauma durch den Umzug
  3. Trauma durch den Freigang
  4. Trauma: Die Katzenklappe in den Garten ließ auch Nachbarskatzen ins Haus, diese naschten dann ganz genüsslich aus den Tellerchen der beiden Citytigers.

Der totale Nervenzusammenbruch bei den Katern

Ein Fiasko für Wilhelm und Mors war selbstverständlich die Folge. Sensible Katzen halten das nervlich nicht durch. Die Unsauberkeit begann schon in der Wohnung, als das zweite Baby kam, und wurde dann massiv verstärkt. Katzen drücken mit dem Urinieren ihren Stress aus – nicht ihren Unwillen!

So, jetzt saß ich da und alle Beteiligten haben mir echt leid getan. Wir haben eine sehr straffen Plan erstellt. Zum Glück gingen die Katzenbesitzer darauf ein. Mittlerweile ist das gesamte Haus renoviert worden. Die Böden sind geschliffen, die Wände neu gestrichen, der Urinkiller flaschenweise aufgebraucht.

Katzen-Coach-Hilfe für zwei leidgeplagte Seelen

Inzwischen schreiben wir die dritte Woche, in der wir Wilhelm und Mors entstressen konnten und keine Unsauberkeit mehr im Haus ist. Wir arbeiten uns mit den beiden Stubentigern langsam voran und sehen deutliche Erfolge auch in der Körperhaltung und im Vertrauen zu ihren Menschen. Und das ist schön zu beobachten. Alle helfen mit und ziehen an einem Strang.

Bitte bedenken sie, wenn sie eine unsaubere Katze zu Hause haben, dann ist das ausschließlich Stress. Ein Profi kann ihnen helfen, die Quellen zu finden und dem Schrecken ein Ende zu machen, ohne dass sie ihre Katze hergeben müssen. Ihre Katze macht das nicht aus Protest, sondern es ist ein Hilfeschrei! Und der Tierarzt sollte natürlich auch immer miteinbezogen werden, gerade wenn Blutchecks oder Urinproben erforderlich sind.

Mein Appell an Sie: In jedem Fall ist es wichtig, unseren Schützlingen zu helfen. Dafür sind wir da. Bitte wenden Sie jedoch Hilfsmaßnahmen aller Art nicht ohne professionelle Hilfe an, denn sonst kann ein noch so gut gemeinter Hilfeversuch auch ins Gegenteil umschlagen.”

>>Hilfe für Samtpfoten in Not: Katzen-Coach Petra Ott im VIENNA.at-Interview

Alle weiteren Infos zur Arbeit von Katzen-Coach Petra Ott finden Sie hier.

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