Peking bekommt Smog nicht in den Griff

Von Verein Jahrgang 1937 Weiler
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Erneut Smogalarm in Peking: Wegen der hohen Schadstoffbelastungen hat die chinesische Hauptstadt am Dienstag wieder den Luftnotstand ausrufen müssen. Die US-Botschaft warnte vor "gefährlicher Luft" in der 20-Millionen-Metropole. Kinder, ältere Menschen und Kranke sollten bei der "schweren Luftverschmutzung" nicht vor die Tür gehen, rieten die Stadtbehörden.

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Auch gesunde Menschen sollten "Freiluftaktivitäten vermeiden", so die Behörden. Gewarnt wurde vor "starken Irritationen und Symptomen, die Krankheiten auslösen". In den Krankenhäusern steigt die Zahl der Patienten mit Atemwegsleiden sowie Herz- und Kreislauferkrankungen sprunghaft. Der schwere Smog hält Peking und andere chinesische Städte seit Anfang Januar schon im Würgegriff. Der besonders gefährliche Feinstaub, der über die Lunge direkt ins Blut gelangen kann, erreichte am Dienstag in der Hauptstadt wieder das 20-Fache des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwertes.

"Nur" 20-Fache - Keine Anweisungen an Schulen

Die Luftwerte sind schon seit Sonntag wieder so schlecht. Doch riefen die Stadtbehörden nur die dritthöchste Alarmstufe "Gelb" aus. Trotz amtlicher Warnungen vor Freiluftaktivitäten gab es keine spezielle Anweisung an Schulen, den Sportunterricht im Freien einzustellen. "Die Hauptstadt sieht einen rapiden Anstieg in der Zahl von Patienten, besonders kranken Kindern mit Atemwegsymptomen", berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. In der Notaufnahme des Pekinger Boai Krankenhauses stieg die Zahl der Patienten um das Zwei- bis Dreifache, berichtete die "Beijing Wanbao".

Zwei Prozent Reduktion angestrebt

"Die gegenwärtigen Umweltprobleme sind besorgniserregend", stellte der neue Pekinger Bürgermeister Wang Anshun fest, der am Vortag sein Amt übernommen hat. Er kündigte für dieses Jahr aber als Ziel nur eine Reduzierung der wesentlichen Schadstoffe um zwei Prozent an. Staatsmedien zeigten sich skeptisch, ob die Maßnahmen ausreichten.

(APA)

 

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