27. Oktober 2012 15:48; Akt.: 27.10.2012 15:48

Partei “NEOS” gegründet – Vorarlberger als Vorsitzender

Der Vorarlberger Matthias Strolz ist der Vorsitzende der Partei "NEOS". Der Vorarlberger Matthias Strolz ist der Vorsitzende der Partei "NEOS". - © www.strolz.eu
Schwarzach – Die Partei “NEOS – Das neue Österreich” hat am Samstagvormittag in der Urania in Wien ihren Gründungskonvent abgehalten. Der ehemalige ÖVP-Mitarbeiter und Politikberater Matthias Strolz aus Vorarlberg ist mit 96,2 Prozent der Stimmen zum Vorsitzenden gewählt worden.

 (11 Kommentare)

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Der 39-jährige Vorarlberger will mit NEOS “dem Stillstand und der Korruption in der österreichischen Politik etwas entgegensetzen”, sagte er am Samstag. Die Partei fordert unter anderem ein starkes Europa, eine Aufwertung direkter Demokratie und mehr Autonomie für Schulen.Der Saal in der Urania war gut gefüllt, laut Parteiangaben kamen rund 250 Personen. Viele Mitglieder waren in Pink gekleidet – wie das Logo der Partei. Strolz stellte die inhaltlichen Kernpunkte vor und es wurden elf Vorstandsmitglieder gewählt. Über 350 Menschen aus ganz Österreich seien Mitglied der Partei, meinte Strolz. Ärzte, Wirtschaftsprofessoren und Angestellte aus allen Branchen seien dabei. Auch die Jungen Liberalen (JuLis) sind der Partei beigetreten. “Wir kaufen unsere Mitglieder nicht ein, bei uns sind alle freiwillig dabei”, betonte Strolz.

10 Prozent als Wahlziehl 2013

Bei der Nationalratswahl 2013 will NEOS zehn Prozent erreichen. “Wir wollen in die nächste Regierung”, meinte Strolz. Bis zum Frühsommer will er 1.200 Mitglieder erreichen, die in offenen Vorwahlen für die Listenplätze kandidieren können. “Wir glauben nicht an vollkommene Basisdemokratie, wir werden klares Leadership mit breiter Einbindung der Bevölkerung verbinden”, sagte Strolz.

NEOS stütze sich auf die drei Säulen “neue Köpfe, neuer Stil und neue Politik”, erklärte Strolz. Die Partei trete für Abgeordnete ein, die “keine Marionetten von Gewerkschaften, Bünden oder Landeshauptleuten sind” und für Wertschätzung anstatt für einen “Wettbewerb der wechselseitigen Beschädigung”.

Bildung und EU sind große Themen

Die Partei fordert die Senkung der Parteienförderung um 75 Prozent bis 2018. Außerdem tritt sie dafür ein, dass Volksbegehren stärker gewichtet werden, außerdem tritt er für ein Persönlichkeitswahlrecht ein.

Im Bildungsbereich fordert NEOS die Einführung einer Mittleren Reife für alle mit 15 Jahren. Die Schulen sollen mehr Autonomie und Budgethoheit bekommen und die Direktoren von einem Schulgemeinschaftsausschuss gewählt werden. Für Lehrlinge fordert die Partei die Einführung einer Berufsakademie.

“Wir sind ganz klar für Europa”, betonte Strolz. Das Europäische Parlament müsse gestärkt werden und ein EU-weiter Konvent eingesetzt werden, der eine neue Verfassung ausarbeitet und dessen Mitglieder direkt von der Bevölkerung der Mitgliedsstaaten gewählt werden.

(APA)



Kommentare 11
  1. In der Politik braucht es Idealisten, kluge und rechtsschaffende Köpfe!
    Leute die für das Allgemeinwohl und für die Zukunft der Nachkommen etwas machen oder sichern.

    Bis jetzt geht es uns noch ganz gut - Gott sei Dank - sonst hätten sich die Massen gegen die aktuellen teils hoch korrupten Gauner aufgelehnt.

    Stronach erkauft sich mit seinem Geld einen Platz in der Politik - leider sind die rekrutierten Kameraden aber zu nicht viel zu gebrauchen. (Deshalb werden diese "Werkzeuge" auch nichts mitzureden haben) Die Partei ist Stronach und er wird schon etwas (für sich) vorhaben.

    NEOS hat eine Chance verdient - es ist vielleicht DIE CHANCE für die ÖSTERREICHER !
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  3.  ...nur die Parteifarbe macht mich etwas nervös... Sind das vielleicht Fans vom Lifeball, na dann...... Ich schon alles wissen...... Doch lieber Stronach.
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  4. diese partei würde eine chance verdienen - das wenige, das sie bis dato kommuniziert haben, klingt mehrfach glaubwürdiger als stronach´s neo-aktivitäten bis jetzt. ein hauch von liberalismus ohne gleich rechtsliberal aufzutreten. so eine art "regierung" der klugen köpfe, nicht der spin doktoren und parteistrategen, das system mario monti auf österreichisch. auf dem papier liest sich das natürlich auf den ersten blick recht phantasievoll, ob so etwas bei den österreichern ankommt? ich habe da so meine zweifel ob der reiz des neuen stark genug sein wird, dass diese neos ins parlament kommen. der name ist meiner meinung nach etwas unglücklich gewählt.

    wenn es stimmt, was ich irgendwo gelesen habe, dass der durchschnittliche österreicher am liebsten eine partei wählt, die gleich oder noch hinterfotziger wie er selber agiert, dann sehe ich für die neos keine große chance, eher schon für die bekannten gruppierungen mit ihren alphatieren vorne drauf, ich denke ihr wisst schon wen ich da meinen könnte.....
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  5.  Super ???
    NEOS Neue Partei, viele versprechungen wie immer, gehalten wird gleich null, aber es gibt immer dumme Leute die darauf reinfallen.
    Jede Partei verspicht den Himmel auf Erden aber leider gibt es noch andere Parteien die was dagegen haben.
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  6. Es geht doch, viel Glück!
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    + 28
     
  7.  “dem Stillstand und der Korruption in der österreichischen Politik etwas entgegensetzen”,
    das hätte er schon im Rahmen seiner ÖVP Mitarbeit machen können. Warum braucht's da eine neue Partei bitteschön? Immer sind die "Anderen" die "Bösen" gell?
    "....Ärzte, Wirtschaftsprofessoren und Angestellte aus allen Branchen..." so macht man keine Werbung für eine Partei, die von allen gewählt werden soll. Wieder Menschen also, die aus Ihrem Fachjargon heraus einen Übersetzer benötigen, damit das einfache Volk alles versteht. Oder soll die "NEOS" eine Partei für Akademiker und Bessergestellte sein? Was ist mit "Arbeitern aus allen Branchen"? Einfache Parolen sind gefragt, da tut sich der Franky schon leichter und ist erfolgreich damit. Bei der nächsten NR-Wahl können die "NEOS" mit dem "Bucher" um die "Rote Laterne" streiten.
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    •  ...die Antwort auf die Frage, warum schon nicht früher ist ganz einfach zu beantworten; unsere grossen Parteien habe eine festgemauerte Gesinnung und Klubzwang - d.h. in der Praxis kann der Parlamentarier gar keine eigene Meinung haben. Ausserdem sitzen überall Funktionäre; bei der SPÖ wird voallem die Neidgesellschaft herangezüchtet, solange bis sich durch umverteilen Arbeit überhaupt nicht mehr lohnt und nur noch jeder von den angeblich Reichen die Zuschüsse erwartet, die ÖVP hat vorallem die christlichen Werte, mehr für Wirtschaft - aber eben auch beinflusst von Kirche und Bünden. Die Grünen sind gegen alles und wollen noch mehr Multikulti (ein Graus) und H.C. Strache hätte ja manchmal im Grunde Recht, aber er ist zu radikal - zu national. Also darum gibt's Stronach, NEOS u.v.m. weil das Volk genug hat von den grossen, korrupten Parteien.
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  8. Kommentar von: bruno_sales_mueller Mitglied seit 10/2012 verfasste Kommentare kommentierte Artikel 27.10.2012 16:35
     wünsche der "neos-partei" möglichst regen zulauf, was eigentlich keine überraschung wäre!
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  9. Das klingt für mich jedenfalls erheblich glaubwürdiger als die plumpen „Werte“-Sprüche der Söldner des Herrn Stronach.
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