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Olympia: Snowboardcross - Keine Medaille für Vorarlberger

Eine herbe Niederlage für Hämmerle.
Eine herbe Niederlage für Hämmerle. ©APA
Der Franzose Pierre Vaultier ist erneut Olympiasieger im Snowboardcross. Die Vorarlberger Alessandro Hämmerle und Markus Schairer gehen - wie die anderen aus dem ÖSV-Team - leer aus.  Silber ging an Jarryd Hughes (AUS), Bronze an Regino Hernandez (ESP).
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Das seit 2006 olympische Snowboardcross bleibt damit weiterhin ein fehlendes Puzzlestück in der rot-weiß-roten Erfolgsbilanz bei Winterspielen. Auch der aus österreichischer Sicht am stärksten eingeschätzte Vorarlberger Alessandro Hämmerle verpasste bei guten Wetterbedingungen mit strahlendem Sonnenschein die erste ÖOC-Medaille in dieser Disziplin.

Dabei hatte es für den 24-Jährigen zunächst gut ausgesehen. Seinen Achtelfinallauf meisterte der Vorarlberger mit einem Sieg souverän. Im Viertelfinale kam er als Dritter weiter. Auch in der Vorschlussrunde lag Hämmerle zunächst auf einem Aufstiegsplatz, ehe er durch eine Verkettung unglücklicher Umstände zu Sturz kam. “Jarryd Hughes hat Pierre Vaultier raufgedrückt und dieser dann mich. Das war einfach Boardercross, es war Pech”, war der Siebtplatzierte enttäuscht.

“Sind mir schon die Tränen gekommen”

Auf das Ende der Medaillenträume reagierte Hämmerle sehr emotional. “Ich muss zugeben, ich habe selten geweint. Aber da sind mir schon die Tränen gekommen”, musste er die Niederlage hinnehmen. “Es war einfach eine Riesenenttäuschung für mich. Ich hatte mich super gefühlt.”

Auch nicht gerade von Vorteil war die äußerst hochkarätige Besetzung seiner Heats. Schließlich hatte der Vorarlberger vom Viertelfinale weg gemeinsam in einem Lauf mit Vaultier und Hughes fahren müssen, die später Gold und Silber holten. “Ich habe mir gedacht, das ist wieder typisch, dass ich das Schwerere erwische. Aber wer weiß, was im unteren Raster passiert wäre.” Unerreichbar schienen die Kontrahenten dem 24-Jährigen nicht: “Ich habe gemerkt, ich kann sie schlagen.”

Startrakete

Hämmerle, dem Rang 24 in den Setzungsläufen die ungünstige Ausgangsposition verschafft hatte, erwies sich in den Duellen Mann gegen Mann als Startrakete. “Der Start war sicher meine Stärke”, berichtete er. Die Konkurrenz ließ sich aber nicht abschütteln. “Die Jungs konnten sich im Windschatten gut ransaugen. Und mich hat das Mittelstück etwas gefuchst”, konstatierte er.

Schairer verletzt

Der Bewerb im Phoenix Snow Park von Bokwang mutierte phasenweise zu einer Sturzorgie. Hämmerles Vorarlberger Landsmann Markus Schairer hatte am Donnerstag gleich mehrfach Pech. Nach einem Sturz im Abschlusstraining war der Wettkampf für ihn schon unter keinen guten Vorzeichen gestanden. Der Ellenbogen schmerzte den Routinier im Bewerb. Nachdem der 30-Jährige das Achtelfinale noch als Dritter überstand, flog er in der Runde darauf spektakulär ab. Der Ex-Weltmeister wurde danach zu Untersuchungen ins Krankenhaus der Küstenstadt Gangneung gebracht. Über Verletzungen ist derzeit noch nichts bekannt.

Die restlichen beiden rot-weiß-roten Boarder hatten schon im Achtelfinale die Segel streichen müssen. Hanno Douschan – am Vormittag als 16. der Setzungsläufe noch bester Österreicher – überstand die erste K.o.-Runde ebenso nicht wie der Wiener Olympia-Debütant Lukas Pachner.

Für den Kärntner Douschan dürfte es wohl der letzte Auftritt im Zeichen der Fünf Ringe gewesen sein. “Ich hatte doch schon einige Verletzungen, irgendwann reicht es dann auch. Man verdient nicht viel und riskiert aber viel. Nur wegen dem Spaß will ich mich nicht ruinieren”, meinte der zweifache Olympia-Teilnehmer, der gleich im Achtelfinale auf Schairer getroffen war: “Es war schade, weil ich lieber gegen andere fahre.” Die vielen Abflüge führte der 28-Jährige auf den hohen Speed zurück. “Der Kurs war zu schnell für die Sprünge.”

Auch Pachner war nach seinem Ausscheiden frustriert. Mit der Strecke konnte sich der 26-Jährige nicht anfreunden. “Ich hatte von Beginn an zu kämpfen mit diesem Kurs. Heute hat es überhaupt nicht hingehaut.” Noch einmal die Qualifikation für Winterspiele anzustreben, schließt der Wiener nicht aus. “Wenn es gut läuft, warum nicht?”

 

 

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