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Olympia: Hämmerle jagt erste rot-weiß-rote Snowboard-Cross-Medaille

Heißester ÖOC-Kandidat für Edelmetall im Phoenix Snow Park in Bokwang ist Alessandro Hämmerle.
Heißester ÖOC-Kandidat für Edelmetall im Phoenix Snow Park in Bokwang ist Alessandro Hämmerle. ©APA
Das seit 2006 in Turin im Olympia-Programm befindliche Snowboard Cross ist noch einer der weißen Flecken in der österreichischen Erfolgsbilanz bei Winterspielen.

Heißester ÖOC-Kandidat für Edelmetall im Phoenix Snow Park in Bokwang ist Alessandro Hämmerle. Der Vorarlberger führt das von Markus Schairer, Hanno Douschan und Lukas Pachner komplettierte Quartett an.Für den 24-jährigen Hämmerle sind die Spiele in Pyeongchang schon seine zweiten. Seit seiner Olympia-Premiere hat sich bei ihm viel verändert. “Vier Jahre sind eine lange Zeit. Damals bin ich noch Schüler gewesen.” In Sotschi kam “Izzi” aber nicht über Platz 17 hinaus. Deutlich höher sind seine Ansprüche in Südkorea. Mit vier Weltcup-Podestplätzen, je zwei zweiten und zwei dritten, untermauerte er seine Medaillenambitionen.

Das Ziel von Hämmerle ist ganz klar ein Edelmetall. “Das ist das große Ding, für das man da ist.” Er weiß, auf welche Passage es am Donnerstag besonders ankommen wird. “Schlüsselstelle wird die Zielgerade sein”, erklärte der Vorarlberger. Aber auch auf die spektakuläre Startsektion ist man bei den Österreichern bestens vorbereitet. Im Montafon wurde diese extra zu Trainingszwecken nachgebaut.

Franzose Vaultier gilt es zu schlagen

Als Olympiasieger von 2014 und amtierender Weltmeister ist der Franzose Pierre Vaultier der Mann, den es zu schlagen gilt. Dessen ist sich der Gesamtweltcup-Führende auch bewusst. “Ich habe schon mehr Druck durch meinen Favoritenstatus. Wenn es einen Leader gibt, dann bin das ich. Und das meine ich gar nicht überheblich.”

Um sein zweites Olympia-Gold zu holen, hat sich Vaultier insbesondere mental vorbereitet. “Auf dieser Ebene habe ich mich wirklich weiterentwickelt. Aber es gibt keine Gewissheit, dass ich deshalb die Goldmedaille gewinnen werde.” Für das Duell Mann gegen Mann hat der 30-Jährige eine unorthodoxe Taktik parat: “Der radikalste Teil meiner Strategie wäre, meine fünf Gegner eine Sekunde vor mir losfahren zu lassen.” Für Außenstehende möge dieser Plan zwar unlogisch sein, aber “für mich ist er komplett logisch”.

“Man muss auch improvisieren”

Auf die eine richtige Strategie will sich Hämmerle nicht festlegen. “Es kommt immer drauf an, in welcher Position man im Rennen ist. Man muss auch improvisieren.” Oftmals ist Zurückhaltung aber eine gute Waffe. “Ich fahre grundsätzlich nicht mit der Brechstange, weil das für mich nichts bringt”, verriet der 24-Jährige am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Austria House.

Zum engsten Favoritenkreis gehören auch die zweifachen Saisonsieger Omar Visintin aus Italien und der Australier Alex Pullin. Mit Paul Berg trug sich auch ein deutscher Boarder in die Siegerliste ein. Den Bewerb im Montafon im Dezember gewann Jarryd Hughes (AUS). “Die üblichen Verdächtigen muss man immer auf der Rechnung haben. Aber es gibt auf dieser Strecke sicher mehr Leute, die eine Medaille machen können”, meinte Hämmerle, zu dessen Wunschgegnern die Italiener nicht zählen: “Die italienischen Fahrer sind ziemlich bekannt für ihre harte Fahrweise.”

Schairer auf Medaillenjagd

Mit hervorragenden Erinnerungen an das Gastgeberland geht Markus Schairer auf Medaillenjagd. Vor neun Jahren krönte sich der mittlerweile 30-Jährige in Gangwon – nur unweit von der Olympiastadt entfernt – zum Weltmeister. Das will er jedoch nicht überbewerten. “Ich denke eigentlich nicht an 2009. Es hat sich seither viel verändert.” Die Strecke in Bokwang könnte Schairer entgegenkommen. “Auf einem längeren Kurs kann ich meine Stärken besser ausspielen”, gibt er sich zuversichtlich.

Mit Olympia hat er noch eine Rechnung offen: Als erfahrenster Teilnehmer im ÖOC-Quartett kann der Vorarlberger auf zwei Teilnahmen zurückblicken. Doch vor allem aufgrund von Verletzungen lief es für den Routinier weder in Vancouver (23. Platz), noch in Sotschi (33.) nach Wunsch. Nun ist er zum ersten Mal in bester Verfassung: “Ich bin voll fit und extrem motiviert. Ich hoffe auch, dass die Bedingungen fair sein werden.”

Kurios ist, dass bei den Österreichern mit Julian Lüftner ausgerechnet der einzige Saisonsieger nicht im Aufgebot ist. Sein Erfolg in Feldberg kam zu spät. Davon will sich das Quartett aber nicht ablenken lassen. “Das ist für ihn eine schwierige Situation. Die Qualifikation war aber fair”, meinte etwa Schairer.

Vor vier Jahren in Russland sorgte Douschan als Zehnter für das stärkste Ergebnis. Der Olympiakurs hat es dem Kärntner beim ersten Training am Dienstag angetan. “Die Strecke hat mir echt gefallen. Ich kann mir vorstellen, dass man hier richtig gut performen kann.”

Lukas Pachner feiert Olympia-Debüt

Sein Olympia-Debüt feiert am Donnerstag Lukas Pachner. Der 26-Jährige hat als stärkstes Saisonergebnis einen achten Platz beim Heim-Weltcup im Montafon zu Buche stehen. Mit der Teilnahme geht für den Wiener ein Traum in Erfüllung. “Ich habe die letzten vier, fünf Jahre darauf hingearbeitet. Ich werde das Rennen genießen und voll Gas geben”, nimmt auch er sich für den Tag X viel vor.

(APA)

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