"Ohne Radhelm wäre der Mann tot"

Von VN/Wolfgang Heyer
2Kommentare
Helmut Thurnher hatte Glück bei seinem Fahrradsturz. Helmut Thurnher hatte Glück bei seinem Fahrradsturz. - © VN/HEY
Dornbirn - 72-Jähriger zog sich bei Fahrradsturz sieben Rippenbrüche zu. Dabei hatte er noch Glück.

0
0

Helmut Thurnher ist leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Der 72-Jährige legte allein in diesem Jahr schon rund 2000 Kilometer zurück. Auf seinem E-Bike und den Straßen Vorarlbergs fühlt er sich zu Hause. So auch am 18. Juni. Er beschließt in den frühen Morgenstunden, "aufzusatteln" und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Bis, ja, bis er 40 Kilometer später auf der Rheinbrücke in Lustenau stürzt. Die Folge: sieben Rippenbrüche, ein Schlüsselbeinbruch, eine schwere Gehirnerschütterung und Erinnerungslücken. Doch es hätte noch viel schlimmer kommen können.

Keine Erinnerung

"Ich habe überhaupt keine Erinnerung an den Sturz. Ich weiß bis heute nicht genau, was passiert ist", so der Dornbirner. Nach dem Unfall ist er zwar ansprechbar, doch erst drei Tage später nimmt er wieder wirklich wahr, was um ihn geschieht. "Ich wurde gerade aus der Intensivstation herausgeschoben. Das ist der erste Moment, der mir wieder bewusst ist."

Faustgroße Delle im Helm

Thurnher kann seinen Augen kaum trauen. In seinem Fahrradhelm ist eine faustgroße Delle. Allerdings auf der rechten Seite. Die Brüche hat er sich aber auf der linken Körperseite zugezogen. "Das bedeutet also, dass ich mich beim Sturz auch noch überschlagen haben muss", kombiniert der 72-Jährige. Lange schaut er auf seinen Helm. "Ich darf mir gar nicht ausmalen, was da alles hätte passieren können." Der Polizist, der den Sturz aufnahm, weiß es: "Ohne seinen Helm wäre der Mann tot. Das war seine Lebensversicherung."

Starke innere Blutungen

Nach zehn Tagen kann Helmut Thurnher das Krankenhaus wieder verlassen. Doch die starken inneren Blutungen haben Spuren hinterlassen. Sowohl äußerlich als auch innerlich. Sein Körper ist übersät mit blauen, grünen, roten Blutergüssen. Die Reaktionen, die vom Kopf gesteuert werden, sind immer noch verlangsamt. Daher wird auch noch einige Zeit vergehen, bis er sich wieder auf sein Fahrrad setzen wird. "Aber ich werde es auf jeden Fall wieder versuchen", lässt sich Thurnher nicht unterkriegen und lacht.

Werbung


0
0
Leserreporter
Feedback
2Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Bitte Javascript aktivieren!