Mehr Nachrichten aus Dornbirn
21. Juli 2012 08:46; Akt.: 21.07.2012 08:46

“Ohne Radhelm wäre der Mann tot”

Helmut Thurnher hatte Glück bei seinem Fahrradsturz. Helmut Thurnher hatte Glück bei seinem Fahrradsturz. - © VN/HEY
von VN/Wolfgang Heyer - Dornbirn – 72-Jähriger zog sich bei Fahrradsturz sieben Rippenbrüche zu. Dabei hatte er noch Glück.

 (2 Kommentare)

alt Korrekturen melden

Helmut Thurnher ist leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Der 72-Jährige legte allein in diesem Jahr schon rund 2000 Kilometer zurück. Auf seinem E-Bike und den Straßen Vorarlbergs fühlt er sich zu Hause. So auch am 18. Juni. Er beschließt in den frühen Morgenstunden, “aufzusatteln” und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Bis, ja, bis er 40 Kilometer später auf der Rheinbrücke in Lustenau stürzt. Die Folge: sieben Rippenbrüche, ein Schlüsselbeinbruch, eine schwere Gehirnerschütterung und Erinnerungslücken. Doch es hätte noch viel schlimmer kommen können.

Keine Erinnerung

“Ich habe überhaupt keine Erinnerung an den Sturz. Ich weiß bis heute nicht genau, was passiert ist”, so der Dornbirner. Nach dem Unfall ist er zwar ansprechbar, doch erst drei Tage später nimmt er wieder wirklich wahr, was um ihn geschieht. “Ich wurde gerade aus der Intensivstation herausgeschoben. Das ist der erste Moment, der mir wieder bewusst ist.”

Faustgroße Delle im Helm

Thurnher kann seinen Augen kaum trauen. In seinem Fahrradhelm ist eine faustgroße Delle. Allerdings auf der rechten Seite. Die Brüche hat er sich aber auf der linken Körperseite zugezogen. “Das bedeutet also, dass ich mich beim Sturz auch noch überschlagen haben muss”, kombiniert der 72-Jährige. Lange schaut er auf seinen Helm. “Ich darf mir gar nicht ausmalen, was da alles hätte passieren können.” Der Polizist, der den Sturz aufnahm, weiß es: “Ohne seinen Helm wäre der Mann tot. Das war seine Lebensversicherung.”

Starke innere Blutungen

Nach zehn Tagen kann Helmut Thurnher das Krankenhaus wieder verlassen. Doch die starken inneren Blutungen haben Spuren hinterlassen. Sowohl äußerlich als auch innerlich. Sein Körper ist übersät mit blauen, grünen, roten Blutergüssen. Die Reaktionen, die vom Kopf gesteuert werden, sind immer noch verlangsamt. Daher wird auch noch einige Zeit vergehen, bis er sich wieder auf sein Fahrrad setzen wird. “Aber ich werde es auf jeden Fall wieder versuchen”, lässt sich Thurnher nicht unterkriegen und lacht.



Kommentare 2

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

Neuen Kommentar schreiben

 
1000
/1000 Zeichen übrig
 

HTML-Version von diesem Artikel

Mehr auf vol.at
Betrunkener Radfahrer braucht ganze Fahrbahnbreite
Dornbirn - Ein betrunkener Radfahrer hat in der Nacht auf Samstag in Dornbirn die ganze Fahrbahnbreite für sich beansprucht. mehr »
73-Jährige stürzt über vier Meter von Vordach
Dornbirn - Eine 73-jährige Frau ist am Freitag in Dornbirn im Zuge von Räumarbeiten viereinhalb Meter von einem [...] mehr »
Geehrte Elternlotsen
Dornbirn, (SW) Diese Woche wurden alle Elternlotsen Vorarlbergs vom Landesreferent für Verkehrserziehung Peter Steurer [...] mehr »
Dornbirn/Schoren siegte beim Vielseitigkeitsbewerb
Dornbirn/Wolfurt. Am 24. Mai wurde an der VMS Wolfurt das Landesfinale des Vielseitigkeitswettbewerbs ausgetragen. Der [...] mehr »
Todesfall am Krankenhaus Dornbirn – Rechtsanwalt wurde eingeschaltet
Ein Todesfall am Krankenhaus Dornbirn könnte ein gerichtliches Nachspiel haben. Angehörige des verstorbenen [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Werbung
Werbung
Werbung
Werbung