ÖVP legt in Umfrage trotz Turbulenzen leicht zu

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Es war eine turbulente Woche für die ÖVP, umso überraschender ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Market-Instituts für den "Standard", bei der die Schwarzen im Vergleich zu den Vorwochen sogar leicht zulegen konnten. Würde jetzt gewählt, käme die ÖVP nach Market-Berechnungen auf 24 Prozent - nach 22 Prozent Ende Juli und 23 Prozent Mitte August.

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Die Umfrage wurde am Donnerstagabend, zeitgleich mit der ÖVP-Krisensitzung abgeschlossen (402 Befragte). ÖVP-Obmann Spindelegger wird darin ziemlich unverändert von 16 bis 17 Prozent als Kanzler gewünscht. Er liegt damit vor FPÖ-Chef Strache (14 Prozent) und hinter dem SPÖ-Vorsitzenden Kanzler Faymann (22 Prozent).

Die SPÖ liegt derzeit unverändert bei 30 Prozent und die FPÖ käme bei einer Wahl an diesem Sonntag auf 21 Prozent. Der FPÖ komme zur Zeit der Austro-Kanadier Frank Stronach in die Quere: "Unsere Hochrechnungen sehen Stronach und andere Kleinparteien derzeit immer noch erst bei sieben Prozent - aber das kann noch weiter nach oben gehen. Das wiederum dürfte vor allem die Freiheitlichen und das BZÖ treffen", erklärte Market-Chef Werner Beutelmeyer im "Standard".

Vizekanzler Spindelegger ist indessen der Meinung, der "Wirtschaftskapitän" der Regierung zu sein. Ins Finanzministerium müsse er dafür nicht wechseln, die derzeitige Finanzministerin Maria Fekter sei "hervorragend", erklärte Spindelegger in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich". Entgegen den Gerüchten um eine Obmanndebatte vergangene Woche zeigte sich Spindelegger optimistisch: "Ich werde auch in den nächsten Jahren noch Interviews als ÖVP-Chef führen."

Eine Koalition mit der Partei von Magna-Gründer Frank Stronach schloss der ÖVP-Obmann im Interview aus: "Ich habe großen Respekt vor seinem Lebenswerk. Aber Politik ist ein ganz anderes Metier. Mit einem 80-jährigen Herren, der sich Politiker kauft und als Bedingung nennt, dass Österreich zum Schilling zurückkehren muss, gibt es auch keine Gemeinsamkeiten."

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