Österreichs Wirtschaft nimmt den Schwung in den Herbst mit

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Im Baugewerbe hat sich die Stimmung weiter verbessert
Im Baugewerbe hat sich die Stimmung weiter verbessert - © APA (Symbolbild)
Österreichs Wirtschaft dürfte im Herbst weiter wachsen, auch wenn es im August einen leichten Rückschlag gegeben hat. Das sei ein Zeichen, “dass die österreichische Wirtschaft zu Herbstbeginn den Konjunkturhöhepunkt erreicht hat. Das Wachstumstempo wird vorerst nicht mehr weiter zunehmen”, schreibt Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer im am Freitag veröffentlichten Konjunkturindikator.

Insgesamt sei die Stimmung zwar hervorragend, aber die Branchen entwickeln sich unterschiedlich. Im Baugewerbe habe sich die Stimmung sogar noch verbessert, im Dienstleistungssektor habe der Optimismus spürbar abgenommen. Auch die Industrie sei nicht mehr ganz so positiv wie im Sommer.

Durch das starke Wachstum entstehen zwar viele neue Jobs, die Arbeitslosigkeit sinkt aber nur relativ wenig. “Dies liegt am anhaltend starken Anstieg des Arbeitskräfteangebots. Bei einem seit Jahresbeginn unveränderten Arbeitskräfteangebot würde die Arbeitslosenquote mit nur knapp über 7 Prozent um 1,5 Prozentpunkte unter dem tatsächlichen aktuellen Wert liegen”, meint Bruckbauer. Im Jahresschnitt sei eine Arbeitslosenrate von 8,6 Prozent zu erwarten. Auch 2018 werde es einen Rückgang der Arbeitslosenrate auf 8,4 Prozent geben, er werde aber gering ausfallen, weil der “anhaltende Zustrom zusätzlicher Arbeitskräfte” nicht mehr so gut aufgewogen werden könne wie 2017.

Österreichs Wirtschaft profitiert vom Aufschwung in ganz Europa, der die heimischen Exportwirtschaft antreibt. Insbesondere in Nachbarländern wie Tschechien oder Slowakei gebe es starke Nachfrage nach österreichischen Produkten. Aber auch aus den USA und Schwellenländern gebe es Rückenwind. Diese Nachfrage aus dem Ausland werde zwar nicht mehr zunehmen, unter anderem wegen der Euro-Stärke, sie sei aber nachhaltig. Der Welthandel dürfte um fünf Prozent wachsen, erwartet Bank Austria Ökonom Walter Pudschedl.

Entscheidend sei die Binnennachfrage, die im ersten Halbjahr 2017 rund 90 Prozent des Wirtschaftswachstums von 2,4 Prozent im Jahresvergleich ausmachte. Dabei dürfte der private Konsum etwas an Tempo verlieren, weil die Impulse durch die Steuerreform des Jahres 2016 auslaufen und die im europäischen Vergleich hohen Inflation von fast zwei Prozent voraussichtlich nicht genug Einkommenszuwächse ermöglichen, um dies zu kompensieren. Dafür sollte die hohe Exportnachfrage die Investitionen ankurbeln.

In Summe erwartet die Bank Austria heuer ein Wirtschaftswachstum von etwa zweieinhalb Prozent. 2018 dürfte es geringer ausfallen.

(APA)

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