Freilich gibt es auch Themen, wo die Jugendlichen Bedenken haben. So wollen fast drei Viertel der Befragten von der Politik, dass sich diese verstärkt für die Sicherung der Pensionen einsetzt. Platz zwei in der To-do-Liste für die österreichischen Politiker ist eine Verbesserung der Ausbildung an Schulen, wo 61 Prozent verstärkte Bemühungen einfordern.
Davon dass Österreichs Schulen gut auf die Berufswelt vorbereiten, sind nämlich nicht allzu viele Jugendliche überzeugt. Das Verhältnis zwischen Zufriedenen und Unzufriedenen hält sich mit 50:50 die Waage. Wirtschaftskammer-Präsident Leitl forderte bei der Präsentation der Studie erneut verstärkte Anstrengungen ein, um den Jugendlichen eine entsprechende Ausbildung zu bieten. Ein spezielles Anliegen ist ihm eine Ausbildungspflicht. Es dürfe in Österreich keinen 18-Jährigen ohne Abschluss geben.
Erfreulich ist für den Präsidenten die positive Einstellung zur EU – trotz Euro-Krise. 46 Prozent meinen, dass für Österreichs wirtschaftliche Lage die EU-Mitgliedschaft besser ist. Nur 24 Prozent vertreten die gegensätzliche Position.
Damit das auch so bleibt, will Leitl Wachstum und Beschäftigung in der Union einen Schub geben. Die Millionen jugendlichen Arbeitslosen in Europa seien ein “Skandal”. Einmal mehr bewarb der Kammerpräsident gegen die ÖVP-Linie differenzierte Eurobonds, um den besonders von der Krise geschüttelten Staaten Südeuropas wieder Spielraum für Wachstumsimpulse zu geben.
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