Österreicher nach Tod von Polizisten in U-Haft

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Ein gebürtiger Kärntner, der mit seinem Geländewagen in Ungarn einen Polizisten getötet haben soll, befindet sich in einem Gefängniskrankenhaus in Untersuchungshaft. Obwohl Kollegen des Motorradpolizisten mehrfach auf den Österreicher gefeuert und ihn viermal getroffen hatten, habe der Mann sich heftig gegen seine Festnahme gewehrt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Samstag der APA.

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Der Mann, der aus Villach stammen und zuletzt im Bundesland Salzburg gelebt haben soll, steht unter dem Verdacht, am Donnerstag mit seinem Geländewagen vom Typ Hummer bei einer Fahrzeugkontrolle den Motorradpolizisten mit Vollgas überfahren zu haben. Der Beamte (34), Vater von drei Kindern, verstarb noch im Hubschrauber auf dem Weg ins Krankenhaus.

Der Österreicher wurde mit vier Schüssen gestoppt. Er bestreitet die Tat und hat mittlerweile Beschwerde gegen die Anschuldigungen erhoben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte am Samstag der APA, die Polizisten hätten durch Fenster und Tür der Fahrerseite des Hummer gefeuert. Der Verdächtigte habe noch Glück gehabt, da der massive Wagen viele Schüsse abwehrte und die Projektile, die ihn trafen, keine lebensgefährlichen Verletzungen zur Folge hatten.

Doch auch die vier Treffer hätten den Fahrer nicht bremsen können. Der Mann habe versucht, sich mit einem Messer bewaffnet auf die Polizisten zu stürzen. Zwei Beamte hätten dem Österreicher "nur mit ziviler Hilfe" und erst nach einem 15 Minuten dauernden Kampf Handschellen anlegen können.

Bei der medizinischen Versorgung wurde laut den ungarischen Behörden festgestellt, dass er Opiate und Morphin konsumiert hatte. Wegen des Drogeneinflusses - und nicht wegen der Verletzungen - konnte der Verdächtigte erst am Freitag verhört werden. Er soll bereits mehrfach wegen ähnlichen Delikten vor Gericht gestanden sein. Drei deutsche Hummer-Fahrer wurden als Zeugen verhört. Einer der Lenker habe die Vorfälle mit seinem Mobiltelefon gefilmt.

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