Österreich beim Fairtrade-Pro-Kopf-Verbrauch unter Top Drei

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Auf das Fairtrade-Gütesiegel kommt es an
Auf das Fairtrade-Gütesiegel kommt es an - © APA (AFP)
Österreich zählt bei den geschätzten Pro-Kopf-Ausgaben von Fairtrade-Produkten im internationalen Vergleich zu den Top-Ländern. Im Jahr 2015 haben die Österreicher pro Kopf etwa 21,50 Euro für fair gehandelte Produkte ausgegeben. Einen höheren Umsatz hatten nur Briten (rund 45 Euro) und Schweizer (rund 58 Euro). Die Deutschen gaben pro Kopf nur 12 Euro aus.

2016 haben der österreichische Handel und die Gastronomie mit Fairtrade-Produkten 270 Mio. Euro umgesetzt, um 46 Prozent mehr als 2015. An die Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika flossen davon 39,4 Mio. US-Dollar (36,23 Mio. Euro) Direkteinnahmen.

Fair-Trade-Schokolade

Fairtrade-Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner hält eine Umsatzverdoppelung auf über 500 Mio. Euro in den nächsten fünf Jahren für möglich, wie er im APA-Gespräch sagte. Verantwortlich für das österreichische Wachstum im Vorjahr waren insbesondere Schokolade und andere Süßwaren. Fairtrade-Kakaobohnen für Schokolade legten im Vorjahr um 80 Prozent auf 2.273 Tonnen zu. Die zu Manner gehörende Marke Casali hat ihre Fairtrade-Range ausgeweitet, zudem ist mit der Confiserie Berger im Vorjahr ein neues Unternehmen im Süßwarenbereich dazugekommen.

Aber auch bei Bananen (+20 Prozent), Kaffee (+17 Prozent), Zucker (+44 Prozent), Baumwolle (+25 Prozent) und Rosen (+8 Prozent) wurden mengenmäßige Zuwächse erzielt. Einzig Fruchtsaftkonzentrate waren im vergangenen Jahr mit 0,9 Prozent leicht rückläufig.

Angemessene Preise, faire Bedingungen

Das Fairtrade-Siegel wird an Produkte vergeben, bei denen gewährleistet ist, dass Kleinbauern und Plantagenarbeiter angemessene Preise erhalten und unter fairen Bedingungen arbeiten. Außerdem soll vor Ort in Bildungs- und Entwicklungsprojekte investiert und umweltfreundlich produziert werden.

Der Großteil des Fairtrade-Umsatzes wird im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten gemacht (75 Prozent), gefolgt vom Fachhandel inklusive Weltläden (18 Prozent) und Gastronomie/Büros (7 Prozent). 40 Prozent des Umsatzes wird mit Schokolade und Süßwaren gemacht, 16 Prozent mit Bananen, 15 Prozent mit Kaffee und anderen Heißgetränken. 6 Prozent des Umsatzes entfallen auf Rosen, 13 Prozent auf Fruchtsäfte und alkoholfreie Getränke, 5 Prozent auf Baumwolle.

(APA)

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