ÖHB-Männer nach Arbeitssieg in Finnland weiter auf EM-Kurs

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Österreichs Handball-Nationalteam hat mit einem 39:36-(21:15)-Arbeitssieg bei den in der Quali bereits zuvor chancenlosen Finnen am Mittwoch den Kurs Richtung EM 2018 gehalten. Rot-Weiß-Rot, das seine erste Endrunde seit der WM 2015 in Katar anvisiert, hat damit im letzten Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina am Samstag (20.25 Uhr/live ORF Sport +) in Wien sein Schicksal in eigener Hand.

Die Bosnier, die am Mittwoch in Sarajevo dem weiterhin makellosen Gruppensieger Spanien mit 19:25 unterlagen, halten ebenso wie Österreich bei vier Punkten. Da in der Abschlusstabelle der direkte Vergleich zählt, würde im letzten Spiel ein Remis reichen. Das Auswärtshinspiel im November hatte mit einem 23:22-Erfolg Österreichs geendet.

Dass es am Samstag zum erhofften großen Finale kommt, mussten sich die ersatzgeschwächten Österreicher freilich hart erarbeiten. Dabei begann die Partie bei “Angstgegner” Finnland, der Österreich im Hinspiel im vergangenen November in Wr. Neustadt überraschend mit 31:27 bezwungen hatte, ganz nach dem Geschmack der Gäste. Angeführt vom reaktivierten Altmeister Vitas Ziura lag Rot-Weiß-Rot nach zehn Minuten mit 9:5 in Führung und ließ die – ohne ihre drei Topscorer vom Herbst angetretenen – Finnen vor der Pause nur noch einmal (10:11/18.) gefährlich herankommen.

Mit dem 15:10 (22.) bzw. acht torlosen Minuten der Hausherren war schließlich der Grundstein für den zweiten Erfolg in der Qualifikation gelegt. Allerdings ließ Österreich über weite Strecken der zweiten Hälfte die Konsequenz vermissen. Finnland verkürzte in der schwach besuchten Halle von Vantaa noch mehrmals auf vier Tore und sorgte mit einem “Flieger”-Trick in der Schlusssekunde für eine letztlich nur knappe Niederlage.

ÖHB-Topscorer waren mit je sieben Treffern Rückraumakteur Janko Bozovic und Flügel Sebastian Frimmel. Der 21-Jährige von Westwien vertrat Kiel-Legionär Raul Santos ausgezeichnet und hatte damit auch entscheidenden Anteil daran, dass die Endrunde vom 12. bis 28. Jänner 2018 in Kroatien in greifbare Nähe rückt. Allerdings wartet auf die Truppe von Trainer Patrekur Johannesson am Samstag ein heißer Tanz in der Albert-Schultz-Halle. Schließlich werden in der umgebauten Eishalle auch zahlreiche Fans des Gegners erwartet.

“Es soll richtig heiß werden, wir brauchen die Unterstützung”, meinte ÖHB-Goalie Thomas Bauer, der an diesem Abend ebenso wie seine Positionskollegen Goran Aleksic und Kristian Pilipovic nicht viel für den Erfolg tun konnte. “Freude sieht anders aus, es ist einfach pure Erleichterung, dass wir dieses Spiel hinter uns gebracht haben. Am Samstag müssen wir ganz, ganz anders spielen.” Flügel-Routinier Robert Weber bemängelte vor allem die Defensivarbeit: “Sie haben uns sehr viele Schlagwürfe um die Ohren gehauen. Hinten müssen wir noch um zwei Klassen besser stehen.”

(APA)

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