OECD gibt sich zuversichtlicher für Wirtschaftswachstum

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Die Organisation sieht die Weltwirtschaft weiter wachsen
Die Organisation sieht die Weltwirtschaft weiter wachsen - © APA (dpa)
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gibt sich etwas zuversichtlicher für das weltweite Wirtschaftswachstum. Zugleich fordert die Organisation eine internationale Initiative, bestehend aus höheren Staatsausgaben, wirtschaftlichen Strukturreformen und handelspolitischer Offenheit. Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten Konjunkturbericht der OECD hervor.

Ihre Wachstumsprognosen hob die Organisation, verglichen mit ihrer Projektion vom September, für viele Länder an. Die Weltwirtschaft dürfte in diesem Jahr um 2,9 Prozent (wie bisher erwartet), im kommenden Jahr um 3,3 Prozent (zuvor 3,2 Prozent) und 2018 um 3,6 Prozent wachsen. Für die Vereinigten Staaten, den Euroraum, Japan, Großbritannien und China wurden die Prognosen jeweils moderat erhöht.

Die OECD fordert in ihrem Ausblick einen Maßnahmenkatalog, damit die globale Wirtschaft aus der “Falle” eines in den vergangenen Jahren zu niedrigen Wirtschaftswachstums entkommen könne. Dazu schlägt sie zum einen höhere Staatsausgaben vor. In ihren Prognosen enthalten ist bereits eine von der künftigen US-Regierung erwartete Lockerung der Fiskalpolitik. Von dieser erhofft sich die OECD eine Erhöhung des globalen Wachstums um 0,1 Prozentpunkte im Jahr 2017 und 0,3 Punkte im Jahr 2018. Auch die Europäische Union habe Raum für eine fiskalische Lockerung.

Unterstützung erhofft sich die OECD auch von weiteren Wirtschaftsreformen und einer offenen Handelspolitik. Dagegen warnt die Organisation vor Protektionismus und handelspolitischen Vergeltungsmaßnahmen wie Strafzöllen. Derartige Schritte würden den empfohlenen fiskalischen Impulsen entgegenstehen und deren positive Wachstumswirkung egalisieren. Die Geldpolitik könne dagegen kaum noch weiter gelockert werden, wie Verzerrungen an den Finanzmärkten und zunehmende Kursschwankungen zeigten.

Einer der Konjunkturmotoren dürften auch die USA sein. Die Investitions- und Steuersenkungspläne des künftigen US-Präsidenten Donald Trump dürften diese kräftig ankurbeln. Im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,3 Prozent zulegen und 2018 um 3,0 Prozent, sagte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Montag voraus. Für dieses Jahr rechnet sie mit einem Wachstum von lediglich 1,5 Prozent.

Trump hat angekündigt, 550 Mrd. Dollar (519 Mrd. Euro) in die Infrastruktur des Landes zu investieren. Außerdem sollen die Unternehmenssteuern deutlich sinken. Der erwartete “fiskalische Impuls” werde das BIP-Wachstum nächstes Jahr um knapp 0,5 Prozentpunkte und 2018 um einen Prozentpunkt anheben, erklärte die OECD.

(APA/dpa)

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