ÖBB: Hochschülerschaft fordert einen einheitlichen Studententarif

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Der österreichische Studentenbund verlangt einheitliche Studententarife bei der ÖBB Der österreichische Studentenbund verlangt einheitliche Studententarife bei der ÖBB - © APA/ROBERT JAEGER
Studentenvertreter haben den Bundesbahnen (ÖBB) am Donnerstag vorgeworfen, eine Preispolitik auf Kosten der Studierenden zu fahren. Dabei geht es unter anderem um die Ticketpreiserhöhung um im Schnitt 8 Prozent mit 2. Juli.

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Ganz konkret wird seitens der Studierenden der Wegfall von Rabatt-Kombinationen - Gruppenticket in Kombi mit der ÖBB-Vorteilscard - beklagt und ein einheitlicher Studententarif gefordert.  Der Vorsitzende der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Universität Innsbruck, Benjamin Rohrer forderte die ÖBB heute auf, die Streichung der Ermäßigung zurück zu nehmen und außerdem einen "generell gültigen Studierendentarif" einzuführen.

Petition für Studententarif wird im Herbst behandelt

Der VP-Abgeordnete Hermann Gahr unterstützt diese Forderung nach einem kostengünstigen Studententicket. Er habe eine Petition der Studierenden im Parlament eingebracht, die im Herbst behandelt werde, wie er heute in einer Aussendung ankündigte. Auch will er von der Bahn, dass sie ihre Ticketpreisgestaltung nochmals überdenkt.

"Gerade Vorarlberger, aber auch Studierende aus anderen Bundesländern, verabredeten sich in der Vergangenheit und fuhren gemeinsam nach Hause", erläuterte der ÖH-Vertreter in seiner Aussendung. "Mit der damaligen Konstellation - nämlich Gruppenticket und ÖBB-Vorteilscard - konnte einiges an Geld gespart werden", so Rohrer. Die ÖBB hat nun mit 2. Juli diese Vergünstigung abgeschafft, damit könne nur mehr Gruppenticket oder ÖBB-Vorteilscard in Anspruch genommen werden.

Preissteigerung von fast 80%

Das bisherige Vorteilscard-Gruppenticket kostete in der Vergangenheit beispielsweise auf der Strecke Wien-Brenner 17 Euro, seit 2. Juli muss man 32 Euro berappen. Diese Preissteigerung von fast 80 Prozent sei einfach inakzeptabel und hindere viele Studierende daran, an Wochenenden nach Hause zu fahren.

Der VP-Politiker Gahr untermauerte das mit Zahlen: Die letzte Studierendensozialerhebung habe ergeben, dass im Schnitt 43,5 Prozent der Hochschüler außerhalb ihres Heimatbundeslandes studieren. Es handle sich also hier um rund 120.000 Studierende, deren regelmäßige Heimreise wesentlich teurer wird als bisher und für die ein Studententarif äußerst hilfreich wäre.

Die ÖBB hatten mit 2. Juli 2012 eine Tarifreform durchgeführt und die Ticketpreise für Einzeltickets im Schnitt um acht Prozent erhöht. Zuletzt waren die Preise im Juli 2009 erhöht worden. Es bleibt abzuwarten, ob die Petition für einen einheitlichen Studententarif bei den ÖBB Früchte tragen wird.

(apa/Red)

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