ÖBB fahren heuer mit Gewinn

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Die ÖBB treten im Güterverkehr weiter auf die Kostenbremse. ÖBB-Chef Kern kündigte am Freitag weitere Restrukturierungsschritte an. Güterverkehr dürfe kein Verlustgeschäft sein. Heuer werden die Bundesbahnen unterm Strich einen Gewinn machen: Nach einem Halbjahresergebnis von 79 Millionen Euro wird für das Gesamtjahr ein EBT (Vorsteuerergebnis) von rund 60 Millionen Euro angepeilt.

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Zwar zeige sich im zweiten Halbjahr eine Verschlechterung der Konjunkturlage, was sich im Güterverkehr durchschlage, doch die ÖBB werden positiv bilanzieren: "Heuer werden wir die schwarzen Zahlen bis Jahresende behalten", ist Kern zuversichtlich. Im Halbjahresergebnis von 79 Millionen Euro seien auch rund 17 Millionen Euro aufgrund der Forint-Kursentwicklung enthalten, dieser Effekt werde vermutlich bis Jahresende schwinden.

Umsatzzuwächse verzeichnet der ÖBB-Personenverkehr, der trotz der Konkurrenz durch die mehrheitlich private Westbahn mehr Fahrgäste und mehr verkaufte Tickets verzeichnet. Dabei helfen der Bahn auch die steigenden Treibstoffpreise. Kern ortet ein neues Mobilitätsverhalten in Ballungsräumen, wo der öffentliche Verkehr stolze Zuwachsraten verzeichnen könne. Sowohl im Lokal- als auch im Fernverkehr nutzen mehr Fahrgäste die Bahnangebote - von Fernzug bis Postbus.

Preiserhöhungen im Personenverkehr sollen keine auf die Österreicher zukommen. "Wir sind mit dem Preisniveau jetzt zufrieden", sagte der Bahn-Chef. Trotz der neuen Konkurrenz durch die mehrheitlich private Westbahn sei der Personenverkehr weiter ein Wachstumsfeld.

Die Güterverkehrssparte wird - nach bereits getroffenen Einschnitten und Veränderungen - weiter restrukturiert. Von einem "Schrumpfungsprogramm" will Kern dabei aber nicht sprechen, vielmehr gehe es darum, die RCA für die Zukunft nachhaltig fit zu machen. Die über ganz Österreich verteilten Bedienstellen werden überprüft, welche wirtschaftlich noch Sinn machen, Waggonparks werden zusammengelegt und Mitarbeiter abgebaut. Trotzdem gebe es auch Investitionen in Terminal-Infrastruktur. "Wir wollen den Modalmix in Österreich nachhaltig absichern", versichert Kern. Dazu müsse man Preise erhöhen, Dienststellen und Bahnhöfe reduzieren.

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