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„Ob diese Sage alt und ächt“

Für den Autor von „Walserweg Vorarlberg“, Stefan Heim, hielt Barbara Fritz sinnigerweise ein Paar neue Wanderschuhe parat.
Für den Autor von „Walserweg Vorarlberg“, Stefan Heim, hielt Barbara Fritz sinnigerweise ein Paar neue Wanderschuhe parat.
Historiker Ulrich Nachbaur setzte in der Festrede beim Kirchentag in Damüls auch kritische Akzente.

Damüls. (stp) Einen weiteren Höhepunkt im Festreigen „700 Jahre Walser in Vorarlberg“ setzte der traditionelle Kirchentag in Damüls, verbunden mit der Generalversammlung der Vorarlberger Walservereinigung und den Buchvorstellungen „Walserweg Vorarlberg“ und „Walserspuren“ sowie der Präsentation der Sonderbriefmarke, die eine Woche zuvor beim großen Fest in Laterns 700 Jahre nach der Urkundenunterfertigung am 29. Mai 1313 Ersttag hatte. Im Mittelpunkt stand in Damüls der Festvortrag von Ulrich Nachbaur, der – bei den Veröffentlichungen des Münchner Schriftstellers Ludwig Steub anknüpfend – vieles auf den „wissenschaftlichen Prüfstein“ stellte und so manche „Tatsache“ kritisch hinterfragte. Steub hat schon 1843 in der „Augsburger Allgemeinen Zeitung“ die Frage aufgeworfen, ob es stimme, was in „diesen Thälern als Meinung verbreitet sey“, oder ob einer strengen wissenschaftlichen Untersuchung nicht standhalten würde.

Kann schmerzhaft sein

Was Historiker immer wieder hinterfragen, so Nachbaur, könne mitunter auch schmerzhaft sein und zusammenfassend müsse er sich nach zähen Forschungen eingestehen, dass wohl manches nicht wirklich alt und anderes nicht wirklich echt sei. Seine kritischen Anmerkungen beinhalteten durchaus Zündstoff, und vorsorglich bat Nachbaur „bitte, erschlagen sie mich erst später“. Dazu kam es freilich nicht, denn sein Credo war mehr als versöhnlich: „Jede Gemeinschaft braucht Mythen. Es ist aber weder notwendig noch zielführend, aus dem ,Walsertum‘ frömmlerisch eine Glaubensfrage zu machen. Es genügt vollauf, von Herzen Walserin und Walser zu sein. Ich habe den Eindruck, Sie sind auf einem guten Weg in die Zukunft.“

Auf gutem Weg

Diesen „guten Weg“ unterstreichen auch die beiden Bücher „Walserspuren“ und „Walserweg Vorarlberg“, die vorgestellt wurden. Vor allem der Walserweg von Stefan Heim, der in 25 Etappen vom Brandnertal über Triesenberg durch Vorarlberg bis Galtür führt, steht unter dem Motto „Kultur erwandern“, wie Moderator Markus Bischof erläuterte. Bischof spannte den Bogen zum ersten Kirchentag, zu dem er mit seinem Vater Pius als kleiner Bub mitgehen durfte. Pius Bischof, verstorben 2008, war langjähriger Bürgermeister von Schröcken und hat als stellvertretender VWV-Vorstand wertvolle Arbeit für diese Vereinigung geleistet. Spuren hinterlassen können die Walser auch in Zukunft mit ihrer Sonderbriefmarke, die von Claudia Lughammer von der Post AG erläutert wurde.

Das weitere Programm

Die Serie der Festveranstaltungen geht am 21. Juni mit dem Theater der Volksschule Damüls
„‘s Walsermännle“ weiter. Bereits am 20. Juni lädt Damüls zur ersten von insgesamt sechs Wanderungen „Auf den Spuren der Walser“ vom Furkajoch zur Brandalpe ein und das Juni-Programm findet mit der Ausstellung „Geheimnisse der weißen Kunst – Skigeschichten der Walser aus Warth“ einen weiteren Höhepunkt. Am 28. Juni feiert Warth zudem „50 Jahre Skilifte“.

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