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Notschlafstellen in Vorarlberg: Unterkunft und Perspektive für Wohnungslose

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In den Notschlafstellen von Caritas und Dowas in Vorarlberg finden wohnungslose Menschen Unterkunft. Mit der kalten Jahreszeit werden die Stellen wieder wichtiger für die Betroffenen. Doch leider sind sie durchwegs ausgelastet.

Gerade im Winter sind Notschlafstellen wichtig. Während im Sommer so mancher Betroffene es vorzieht, sein eigener Herr zu sein und im Freien übernachtet, kann dies im Winter durch die tiefen Temperaturen lebensbedrohlich sein. “Die Kälte verschärft zwar die Situation der von Wohnungslosigkeit Betroffenen zusätzlich, die Betten in der Notschlafstelle werden aber das ganze Jahr hindurch stark nachgefragt”, erläutert Caritas-Stellenleiter Christian Beiser. Das Angebot an Notschlafstellen im Land ist jedoch überschaubar.

Durchwegs volles Haus

Der Verein Dowas unterhält eine Notschlafstelle mit 9 Schlafplätzen in Bregenz. Dort kann man durchwegs ein volles Haus vorweisen, die Auslastung liegt bei rund 8,4 Personen pro Nacht. “Die Zahl der Personen bleibt konstant, die Aufenthaltsdauer ist aber rückläufig”, erklärt Michael Diettrich vom Verein Dowas.

Die Zahl der Übernachtungen sei daher – wie auch bei den anderen Angeboten des Dowas – erstmals seit 2008 wieder leicht rückläufig. Dennoch sei man im 10-Jahres-Vergleich auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. So komme es immer noch vor, dass man Bedürftige abweisen müsse.

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Unterstützung bei der Wohnungssuche

Auch die Notschlafstelle der Caritas in Feldkirch ist gut ausgelastet und zählte im vergangenen Jahr ganze 2.401 Übernachtungen. “Bei rund der Hälfte der Klientinnen und Klienten beträgt die Aufenthaltsdauer weniger als vier Nächte”, erklärt Beiser.

Die maximale Aufenthaltsdauer in der Notschlafstelle beträgt 28 Nächte, während dieser Zeit wird eine langfristige Wohnlösung gesucht. Die Klienten erhalten neben der Unterstützung bei der Wohnungssuche auch psychosoziale Betreuung, Beratung und Interventionen.

Zusammentreffen vieler Probleme

Laut Beiser bedeutet Wohnungslosigkeit meist ein Zusammentreffen vieler Probleme: “Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ist ohne eigene Wohnung nicht vorstellbar. Keine Wohnung mehr zu haben, bedeutet fast immer das Ende sozialer Beziehungen und ein Bruch in der Entwicklung persönlicher Identität. Dem wirken wir gezielt und möglichst rasch entgegen.”

Ob eine Trennung vom Partner, Schwierigkeiten im Elternhaus, Suchtprobleme, Wegeweisungen, Mietrückstände oder psychische Probleme – die Wohnraumsuche gestaltet sich aus verschiedensten Gründen schwierig. Auch EU-Bürger auf der Suche nach Arbeit und Perspektive und Menschen, die zwar ihre Wohnung verloren haben, aber einen Job haben finden in den Notschlafstellen Platz.

Situation am Wohnungsmarkt spitzt sich zu

Die Situtation am Wohnungsmarkt spitzt sich laut Beiser immer mehr zu. Die Suche nach einem leistbaren Wohnraum wird dadurch nicht einfacher. Deshalb sei es besonders wichtig, nicht nur zusätzliche Schlafstellen zu schaffen, sondern auch Maßnahmen für menschenwürdiges Wohnen mit geringem Einkommen zu setzen.

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