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Norwegen steht OMV-Gazprom-Deal kritisch gegenüber

OMV-Gazprom-Deal stößt auf Widerstand
OMV-Gazprom-Deal stößt auf Widerstand ©APA
Der geplante Anteilstausch zwischen dem Wiener Ölkonzern OMV und dem russischen Energieriesen Gazprom stößt in Norwegen auf Widerstand. "Wir haben OMV gesagt, dass wir mit diesem Deal nicht glücklich sind, weil wir Gas nach Europa diversifizieren wollen", sagte Norwegens Ölminister Terje Soeviknes am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Wenn es einen Antrag der Unternehmen gibt, werde man ihn aber natürlich behandeln – bisher sei noch keiner eingereicht worden, so Soeviknes. Norwegen ist nach Russland der zweitgrößte Gaslieferant Europas.

Für die Europäer sei wichtig zu wissen, dass sie einen stabilen Produzenten haben, erklärte der Minister. Wenn Gazprom an der norwegischen Küste tätig werde, könnten das einige Personen infrage stellen. Bei der OMV wollte man die Aussagen nicht kommentieren. Zum Geschäft mit Gazprom sagte ein Sprecher, dass die Gespräche andauern, man aber zuversichtlich sei, den Deal wie angekündigt bis Jahresende über die Bühne zu bringen. Bei den Russen war vorerst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew äußerte von Beginn an Bedenken, dass die Behörden in Norwegen dem Geschäft kritisch gegenüberstehen könnten.

An dem geplanten Tauschgeschäft arbeiten die beiden Konzerne nun schon seit Jahren. 2016 hatten sie sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass sich OMV zu knapp 25 Prozent an Teilen des sibirischen Urengoy-Gasfeldes beteiligt und Gazprom im Gegenzug 38,5 Prozent an der norwegischen OMV-Tochter Norge erhält. Bei dem sibirischen Feld handelt es sich um eines der größten Gasvorkommen der Welt.

Vom Einstieg in den russischen Markt versprachen sich die Österreicher deutlich niedrigere Produktionskosten als etwa in der Nordsee. Vor zwei Jahren litt die OMV stark unter dem niedrigen Ölpreis, der die Gewinne bei der Förderung von Öl und Gas schmälerte. In einigen Ländern, wo die Kosten für die Produktion von Öl sehr niedrig sind, etwa in Libyen, standen aufgrund von Unruhen lange die Förderanlagen still. OMV-Chef Rainer Seele setzte daher große Hoffnungen auf das Geschäft mit den Russen. Dank eines strikten Sparkurses ist es dem Konzern aber gelungen, die Kosten in den Griff zu bekommen. Zum Ende des ersten Quartals schrumpften die Produktionskosten um 17 Prozent auf 7,4 Dollar je Barrel.

Zudem weitete die OMV ihre Geschäfte in Russland auch auf anderem Wege aus. Sie kaufte dem deutschen Energiekonzern Uniper seine Beteiligung an dem sibirischen Gasfeld ab. Darüber hinaus streuten die Wiener geografisch ihre Aktivität und übernahmen Anteile an Ölfeldern in Abu Dhabi. Auch wirtschaftlich steht der Konzern heute besser da als vor ein paar Jahren. Unter dem Strich stand zum Jahresauftakt ein Gewinn von 377 Millionen Euro. 2016 hatte es noch einen Verlust von einer Milliarde Euro gegeben.

(APA/ag.)

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