12. Februar 2012 12:56; Akt.: 12.02.2012 13:14

Niki Lauda wegen gescheitertem TV-Projekt verklagt

Niki Lauda ist wegen eines geplanten, aber gescheiterten Filmprojekts über sein Leben von der deutschen Filmgesellschaft Phoenix beim Landgericht Berlin geklagt worden.

Einer einstweiligen, gerichtlichen Verfügung zufolge darf Lauda nicht mehr behaupten, dass er eine Zusammenarbeit für den geplanten Film “33 Tage: zur Hölle und zurück” abgelehnt und dem Projekt nicht zugestimmt habe.

Der österreichische TV-Produzent und Mitautor des Drehbuchs, Hannes Schalle (48), bestätigte gegenüber der APA am Sonntag einen entsprechenden Bericht der “Kronen Zeitung” und zeigte sich über Niki Lauda “persönlich enttäuscht”.

Dokumentation über Formel-1-Legende Niki Lauda

Zur Vorgeschichte: Im Februar 2009 beschlossen Schalles Salzburger Produktionsfirma Moonlake Entertainment und die deutsche Phoenix-Film eine Kooperation für den geplanten TV-Eventfilm, der über die Ereignisse der österreichischen Formel-1-Legende Niki Lauda rund um dessen schweren Unfall am Nürburgring und über sein Comeback nur 33 Tage später in Monza und seine Rivalität mit dem Briten James Hunt erzählen sollte.

Als Vorbereitung dazu realisierte der gebürtige Kärntner Hannes Schalle 2010 als Autor und Regisseur die ORF/3Sat Dokumentation “Aus eigener Kraft”, an der auch Niki Lauda mitwirkte.

“Im Zuge der Dokumentation hat uns Lauda die Rechte für den Film ’33 Days: to Hell and back’ zugesichert. Den Film wollten wir heuer machen”, sagte Schalle am Sonntag. Die Autoren der Dokumentation haben ein Drehbuch geschrieben, das in einer ersten Fassung im Juni 2010 fertiggestellt war und das Lauda am 27. Dezember 2010 postalisch eingeschrieben zugestellt worden sei, schilderte Schalle. Doch Lauda habe nicht geantwortet. Einen Monat später habe man in einem Bericht einer deutschen Zeitung erfahren, dass Drehbuchautor Peter Morgan ein Drehbuch für den Niki-Lauda-Film “Rush” in der Regie von Hollywood-Regisseur Ron Howard schreibt.

“Wir waren schon vor den Kopf gestoßen, wir sahen uns als die geschädigten Kreativen”, hält der Kärntner seine Enttäuschung nicht hinterm Berg. “Was uns interessiert, ist, dass die Rechte gewahrt sind. Wir haben jahrelang daran gearbeitet, wollten heuer eine Geschichte über einen österreichischen Helden machen und plötzlich macht das jemand anderer. Lauda bekommt in Amerika ein großes Angebot, da ist klar, dass er mit uns in Österreich nicht mehr arbeiten will.”

(APA)

 


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