Nicht alle Schoko-Nikolos überzeugten, aber besseres Angebot

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Einige, aber nicht alle Inhalte unter den Mützen zufriedenstellend
Einige, aber nicht alle Inhalte unter den Mützen zufriedenstellend - © APA (dpa)
Am 6. Dezember sollen Schoko-Nikolos Kindern ein Lächeln schenken. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und Greenpeace haben anlässlich des Festes die Süßigkeit unter die Lupe genommen. Laut VKI überzeugen nicht alle Schoko-Nikolos, tadellose Produkte gibt es aber bereits ab wenig Geld. Die heimischen Supermärkte hätten ihr Angebot verbessert, stellte Greenpeace fest.

Der VKI hat 15 Nikoläuse mit Milchschokolade untersucht. Das Ergebnis: nicht alle Schoko-Nikolos sind frei von Mineralölrückständen – wie kürzlich auch ein Test der Arbeiterkammer Oberösterreich ergeben hat. In drei Produkten (Hauswirth Nikolo, Favorina Weihnachtsmann, Douceur Weihnachtsmischbeutel) wurden aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) festgestellt. Die drei Marken sowie Witte Schokolade Nikolo fielen ebenso durch ihren Gehalt an gesättigten Kohlenwasserstoffen (MOSH) auf.

“Solche Rückstände können auf verschiedenen Wegen in die Lebensmittel gelangen: Zum Beispiel durch Druckfarben aus recycelten Altpapierverpackungen, durch Schmieröle aus Produktionsanlagen oder auch durch Abgase von Erntemaschinen. Sicher ist jedenfalls: Diese Stoffe haben in Lebensmitteln nichts verloren”, sagte VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Siegenthaler am Donnerstag.

Positiv wurde vermerkt, dass es tadellose Schokoladen-Nikolos bereits um wenig Geld gibt. Qualität ist hier keine Preisfrage. “Gut” getestete Produkte gibt es schon ab 50 Cent für 100 Gramm.

Auch Greenpeace hat das Angebot an Nikolo-Schokolade und saisonalen Schokoladeprodukten unter die Lupe genommen. Bewertet wurden Produkte nach biologischer Herstellung und fairer Produktion in den neun größten Supermarktketten in Österreich. Im Vergleich zum Vorjahr schneiden die Märkte deutlich besser ab. Merkur und Hofer teilen sich die beste Note im Greenpeace-Test, ein “Gut”. Ein “Nicht genügend” erhielten statt fünf nur mehr zwei Supermärkte.

Insgesamt konnten sich vier Supermärkte (Spar, M-Preis, Hofer, Billa) im Vergleich zum Vorjahr steigern. In einige Supermärkten kann Nikolaus-Schokolade im Bio- und auch im sozialen Bereich punkten, wie beispielsweise der “Natur aktiv”-Nikolo bei Hofer, die “Niklas” Figur bei Spar sowie die “BioArt” Tafel “Nikolaus” bei Merkur. Das Ziel ist laut Greenpeace aber noch nicht erreicht. “Viele Schoko-Nikolos und Riegel sind entweder bio oder fair produziert. Dass beide Kriterien erfüllt werden, ist noch sehr selten”, sagte Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons.

Zudem trage ein Großteil des Angebots nach wie vor kein Siegel. Dazu zählen laut Greenpeace vor allem die Produkte bekannter Marken wie Milka, Kinder oder Smarties. Greenpeace fordert von den Supermärkten daher mehr nachhaltig hergestellte Produkte.

Laut Fachverband der Lebensmittelindustrie können alle im Handel erhältlichen Schoko-Nikolos bedenkenlos genossen werden. Die in den Tests beanstandeten Mineralölrückstände kommen nach Angaben des Fachverbandes in der Umwelt vor und können mittlerweile auch in geringsten Spuren in Lebensmitteln nachgewiesen werden. So können diese gelegentlich über recyceltes Papier für Faltschachteln in Produkte übergehen. “Da brauchen wir noch ein Stück mehr Forschung und eine enge Zusammenarbeit zwischen Medien-, Verpackungs- und Lebensmittelwirtschaft, um diese Stoffe weiter zu minimieren”, sagte Katharina Koßdorff. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sehen durch fallweise enthaltene Rückstände in Schokoladewaren bei üblichen Verzehrgewohnheiten kein Risiko, teilte der Lebensmittelfachverband mit.

(APA)

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